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Luther.
Lycecil.
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Luxemburg, s. Holland S. 592.
Lhcccu. (Vgl. d. Art. „Gymnasium".) Das Wort „Lyceum" z,r>r-kior-)
ist, wie die Ausdrücke Pädagogium, Gymnasium, Athenäum, Akademie, Collegium, jawie das Wort Schule selbst, dem elastischen Alterthum, der Grundlage unserer wissen-schaftlichen Bildung, entnommen. Seit dem Wiedererwachen der Wissenschaften suchteman für die höheren Lehr- und Erziehungsanstalten solche Ausdrücke aus dem griechi-schen und römischen Leben auf, welche, wenn sie auch die Sache selbst nicht genau be-zeichnten, doch eine analoge Erscheinung darstellten und über eine Schöpfung der Ge-genwart die Weihe jener idealen Vergangenheit verbreiteten. So mußte das Lyceum,eigentlich eines der großen Gymnasien Athens in der Nähe eines Tempels des^7ro).).mrund der Schauplatz der lehrenden Thätigkeit des Aristoteles, diesem Zweckedienen. Es bezeichnet ursprünglich als Wechselbegriff mit Gymnasium eine höhere Bil-dungsanstalt humanistischen Charakters, welche auf die Universität vorbereitet. In diesemSinne hieß so das Gymnasium in Hannover; dies war der hergebrachte Name. Ebensonannte Napoleon die von ihm noch während des Consulats, im Gegensatz zu den rea-listischen Schulschöpfungen der Revolution, wieder in's Leben gerufenen Gymnasien, inwelchen der humanistische Unterricht wieder den Mittelpunct bilden sollte — Lyceen,lz-woos, nom omxrunto u llnirtiguito, wie Thiers sagt (Listoiro ckn oousulut I. p. 457).Derselbe Name ist auch von Napoleon III. den kaiserlichen Gymnasien wieder gegebenworden im Gegensatz zu den oolloZos (vgl. d. Art. „Frankreich" S. 588 ff.), mitwelchem Namen man unter den Bourbons die Gymnasien bezeichnet hatte, welcher nunaber eine niederere Gattung von Anstalten, die Stadtschulen (oowmriimux) in verschie-denen Abstufungen und Spielarten bezeichnet.
Im besonderen aber bezeichnet das Wort eine vom Gymnasium verschiedene Anstaltund zwar nach zweierlei Richtungen, entweder eine vollkommenere oder eine unvollkom-menere. Am weitesten geht in elfterer Beziehung der Sprachgebrauch in Bayern,wo man mit „Lyceen" Anstalten bezeichnet, welche auf gleicher Linie mit den Universi-täten stehen, sofern sie entweder den philosophischen oder auch noch den theologischenUnterricht der Universität vollständig in sich ausgenommen haben und philosophischeund theologische Facultäten in sich schließen, meist nur von katholischen Theologen be-sucht. (Vgl. d. Art. „Bayern" S. 1085.) Solcher Anstalten zählt Bayern 8. Diesesind es wohl, welche Friedrich Thiersch *> bezeichnet als „Schmarotzerpflanzen von co-lossalem Maße", welche den alten echten Stämmen des literarischen Hains Licht undLuft rauben und von den Säften leben, die jenen zu ihrem Wachsthum uöthig sind.Vorläufer dieser Anstalten sind die sogenannten O^mnusia Logllsiniou oder illnstriu ausdem 17. Jahrhundert, welche ihren Unterricht auf die Gebiete der Philosophie, derTheologie, ja sogar auch der Jurisprudenz und Medicin ausdehnten und ein Surrogatfür die Universitätsbildung gewährten (vgl. d. Art. „Gelehrtenschulwesen" S. 833). Einesolche Anstalt führte in Cassel (1657—1661) wirklich den Namen Lyceum (ebendas.S. 851). Vgl. auch den reich mit philosophischen, geschichtlichen und theologischenLectionen ausgestatteten Lectionsplan des im I. 1686 in Stuttgart errichteten 6i^m-
*) Thomas, Gedächtnisrede auf Friedr. Thiersch S. 25.