Sachsen.
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so sie nicht ausreißen können, umbfahren und stehen lassen." Weiter: „Es ist einelächerliche Art zu lehren: wenn der Präceptor ein lateinisch Wort mit andern vielenWorten, so dergleichen Bedeutungen haben, ausleget und denen Knaben damit dieBücher voll schmieren, als da ist: Hst, das heißt: oxistit. vooowus, das heißtrirstruiwus, ostanätmus, woustrawus," wogegen als gute Uebung für die höchstenElasten bezeichnet wird, Poetisches in Oratorisches, nur reines und gutes Latein, Um-setzer: zu lasten. Als das Hauptmittel, wodurch die Lehrer den Schülern Lust zumLernen beibringen und sie zum Fleiß anrcgen können, wird das eigene Beispiel, derFleiß und die Gewissenhaftigkeit im eignen Studiren der Lehrer bezeichnet. — Gehenwir zu dem Lehrplan über, so ist die Bedingung zur Aufnahme, daß der Knabeseine Krawwatioaw, besonders 6txwo1o§inw und LMtaxin nach Gelegenheit seines Al-ters gelernt habe. Wiewol nun eigentlich nach dem Plane der Particularschulen dieFürstenschulen nur zwei Elasten haben sollten, lehrte doch die Erfahrung, daß Knabenin Stellen zur Aufnahme präsentirt wurden, welche noch nicht recht decliniren undconsugiren konnten, und es werden deshalb drei Elasten eingerichtet, welche denlll—V der Particularschulen entsprechen; doch ersieht man hier ein Weitergehen ineinigen Puncten. So ist in der untersten Elaste die Lectüre und das Lernen kurzeroarmlna vorgefchrieben, damit die Knaben der Poeten gewöhnen; in der zweitenElaste kommen zu 6io. sxx. l?a,m. die I?ra 606 xtg. worum, l?a,lwlg,6 ^.ssoxi, LuoolioaVorAllii, Elegieen aus Mbull und Oviä. ox ?onto hinzu. Mit großem Fleiß wirddarauf gesehen, daß von dieser Elaste die Schüler sich Adversarien anlegen, Bücher,in welche sie looos oowwuuss, Fabeln, Geschichten, Gleichnisse, kurze, runde, zierlicheSprüche schreiben sollen, die ihnen in den Lectionen vorgetragen und zum Gebrauchnützlich sind. Die vorgeschrittensten Schüler dieser Elasten werden zu denen der höch-sten Elaste mit hinzugezogen bei dem Unterricht in der Unsren und L-ritlrwotien, dieauf bestimmten Tag und Stunde einfältig gelesen und fleißig geübt werden soll. Inder dritten El. (suxrews.) sind der zu lesenden Autoren eine größere Zahl: 6ie. Otk.,äo am., äo Lkw, tzunost. Mise. Ver^il. Eoorgneg, und ^snois, Hörnt. Oäno; imGriechischen (nachdem die Fabeln des Aesop, kurze Sprüche und Episteln schon invorhergehenden Elasten abgemacht sind) Isoorntes nä Vowoirreuw, MreoKuis, UzUIrn-Aorno nuren enrwinn, Low. II. Iil>. I., Ulutnrelr. äo lidoror. instrtutions. Terent.und Plautus Komödien sollen jährlich von den Knaben gespielt werden, damit sie sichan das zierliche Lateinreden gewöhnen.*) Nur mit den Schülern, welche in Gram-matik, Rhetorik und Dialektik „wohl abgerichtet sind," liest der Rector wöchentlich eineoder zwei Stunden (juaostioiros äs sxlmorn, ot xriwis ruäiwoirtis astroirowiusU. Uromas LIelislii. Während hier ausdrücklich als Zweck die Vorbereitung für dieUniversität genannt ist, wird befohlen, alle die Beispiele in den Lehrbüchern, welcheauf eine Facultätswissenschafk Bezug haben, ja nicht weiter, als es zur Erklärung derRegel nothwendig ist, zu erläutern. Die Fähigkeit, hebräischen Unterricht zu er-theilen, wird im allgemeinen von den Lehrern nicht erfordert. Wenn aber einsolcher vorhanden ist, soll er aus der suxrowa olassis denjenigen Schülern, welchesich im voraus zum Predigtamt bestimmt haben, das kurze Oowpsiräruw UslrrasasArawmatioas lesen und an dem gedruckten hebräischen Sonntagsevangelium und kurzenPsalmen einüben. Auf den Fürstenschulen werden unter den Exercitien auch lateinischeVerse und zwar sehr zweckmäßig mit Versetzung und Einrichtung von Versen begin-nend, dann zur Uebertragung dictirter Materien, endlich zu freien Versuchen, doch
Im voraus bemerken wir, daß der Kreis der Schriftsteller, welche auf der Universitätin der philosophischen Facultät zu interprctiren sind, den künftigen Lehrern einen viel weiterenliterarhistorischen Umfang eröffnet. Es erscheinen neben Quintilianus: 6io. pari, or., Oaesnr,lävins, vsmostbenss, Ibne^äiäos, klsroäotus, Hoinsrns, klssiockus, außer den zur Erläuterungvon Wissenschaften dienenden Schriften des Aristoteles, auch Terentius, Vergil's Aeneis undTenophons Cyropädie.