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Sachsen.
gewisser Landestheile zusammcngehörcuden Rettungsanstalten. Könnten die verschiedenen,zugleich durch persönliche Gemeinschaft belebten Gruppen durch ein speciell für diesenZweck arbeitendes Journal mit einander wieder in Verbindung gebracht werden, dannWäre vorläufig das Mögliche und eine gesunde Grundlage erreicht, auf der das ganzeNettnngswerk sich nach innen und außen weiter aufbauen könnte. Der bis jetzt ge-wonnene thatsächliche Grund und Boden, auf dem das Werk in seiner Gesammtheitsteht, ist ein so guter, der Segen, der auf dem Werke ruht, ein so ersichtlicher, daßbeim Ueberblick des Ganzen wir nicht zweifeln können, das, was bis jetzt unterGottes Beistand soweit gediehen, werde auch zun? Besten des christlichen Volkes undseiner Kinder eine noch segensreichere Zukunft haben. Wichcrn.
S.
wüchsen (Königreich). Schon mit der Ueberschrift des Artikels ist eine doppelteBeschränkung gegeben, einmal die örtliche, daß wir nur ans das Landesgebiet Rücksichtzu nehmen haben, welches seit 1815 dem Königreich Sachsen geblieben ist, sodann daßnur in so weit auf die Zeiten vor dem genannten Jahre zurückzugehcn ist, als es zurErklärung und Auffassung des gegenwärtig Bestehenden unumgänglich sein wird. Wärenicht die Reformation in eineni besonderen Artikel behandelt, welchen Einfluß dieselbeauf die Gestaltung des Schulwesens geübt, würde man bei keinem Lande besser zurAnschauung bringen können, als hier, wo sich derselbe zuerst und am unmittelbarstengeltend machte. Doch jedenfalls war es nothwendig, daß die sich über alle Länderverbreitenden Wirkungen der Kirchenverbesserung ihrer Quelle, ihrem Wesen, ihremUmfang nach in einem Ueberblick dargestellt wurden. Hier können wir nicht unter-lassen, darauf hinzuweisen, daß schon vor der Reformation wissenschaftliches und lite-rarisches Leben in den sächsischen Landen erwacht war und gepflegt wurde, daß dadurchder Boden diejenige Vorbereitung erhalten hatte, welche ermöglichte, daß der von Lutherausgestreute Same Aufnahme und Gedeihen fand. Der in dem Hause Wettin herr-schende Geist wird dadurch documentirt, daß von ihm die christliche Kirche durch seineBemühungen erst festen Grund und allgemeine Verbreitung in den unter sein Sceptergestellten Landen gewann. Wie in Brandenburg, erfolgte auch in der Meißner Markdie Christianisirung und Germanisirung erst, als die Markgrafen die Landeshoheit er-worben hatten. Erinnert man sich, daß der eigentliche Begründer von des Hausesglänzender Machtstellung, Heinrich der Erlauchte, unter den zahlreichsten Fehdenund Kriegen, Verwicklungen und Verwirrungen Zeit und Kraft genug gewann, um sicheine ehrenvolle Stelle unter den deutschen Minnesängern zu erwerben, so begreift mandas hohe Interesse für geistige Bildung, welches seine Nachkommen beseelte. Die zahl-reichen Klöster, auf deren Ausstattung und Erhaltung die Fürsten einen großen Theildes ihnen von Gott geschenkten Bergsegens verwandten, vor allen das herrliche Alten-zelle (das auf dem Petersberge hier zu nennen verbietet der Umstand, daß es vomKönigreich Sachsen jetzt abgetrcnnt ist), wurden Stätten des mönchischen gelehrtenFleißes, ihre Büchersammlungen lieferten die ersten Bestände zahlreicher noch jetzt be-stehender und reichen Segen stiftender Bibliotheken. Die Anfänge von Schulen knüpfenan die geistlichen Stiftungen an. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Errichtung derDomschule (selroln entlwärnlm oder onnonien) zugleich mit der Gründung des Bis-thums zu Meißen im I. 967 begonnen ward: noch wirkten ja die Anordnungen Karlsdes Großen für Bildung, besonders Geistlicher, fort *). Gewiß waren auch hier dievon Karl dem Großen geforderten Unterrichtsgegenstände: Erlernung der Psalmen, der
*) Oertel: Das Münster der Augustiner Chorherrn zu St. Afra in Meisten. Täcularschrist-Leipzig 1813. S. iS ff.