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7 (1869) Reinlichkeit - Schule
Entstehung
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Sachsen.

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gezeichnet und am nächsten Morgen mit Beginn der Lectioncn rccitirt werden. InClasse II beginnt der eigentliche Unterricht im Lateinischen und es wird deshalb schonhier mit dem Lateinreden der Anfang gemacht. Keineswegs ist aber ein parlirendesErlernen die Absicht, sondern gründliche grammatische Kenntnis, und es wird den Lehrerncingeschärft, wie sie es anznfangen haben, daß die Knaben die Grammatik lieb gewin-nen, statt ihr feind zn werden. Wenn in den Elasten bis zur fünften überall denLehrern vorgeschrieben wird, daß sie den Schülern vorlesen, so ist davon die Ursachenicht in dem Mangel an Büchern zu suchen, sondern die den Knaben zu gewährendeErleichterung bezweckt, indem sie leichter ihrerseits selbständig Nachlesen, sprechen undfasten lernen. Für II sind von 67 die Llimi publiani (also P. SyrnS) und wennsie ausgelesen, der Cato vorgeschrieben. Der Lehrer soll nur so viel vorlesen, als derVerstand der Schüler faßt und dann so lange ihnen vorexponiren, bis sie ihm nach-exponiren können. Aus dem Gelesenen wird ein Nomen und ein Verbum ihnen vor-gelegt und davon nach dem Donat und dem Auszug aus der Grammatik die Declinationund Conjugation geübt. Bor allem Weitergreifen wird ausdrücklich gewarnt: erst wenndie Knaben hierin sicher geworden, werden von 79 die guuestioüss §rammatieus sobehandelt, daß alle Tage eine oder zwei Regeln anfgegeben werden. Die damit be-schäftigten Schüler bilden die erste Decurie; die, welche zu den ooto partilum orutionisfortgeschritten, treten in eine besondere Decurie zusammen. Nach Beendigung der Hebungin der Etymologie soll der Lehrer sämmtlichen Schülern ein Stück im lateinischen Ka-techismus vorlegen, exponiren und nachexponiren lassen. Von 121 finden die Schreib-übungen statt,*) zu denen an Sonn- und Feierabenden das Schreiben des lateinischenEvangeliums, sonst die l?rsvsrl»ig. Lalomoum bestimmt sind. Die übrigen Nachmittags-stunden werden den bstiistolis Oieeronm miuoribus gewidmet: auch hier Concentrationauf einen Schriftsteller, von dem ein nicht unbeträchtliches Stück zur Erklärung gelangenkann. Sehr wichtig ist Classe III, weil in derselben die lateinischen Schreibübungenbeginnen und demnach das sxoroitium otxmologlg.o st szmtaxis fleißig zu treiben, aberauch die Gewöhnung auf xlirusss und lormuls.8 loyusnäi zn achten geboten ist. Wenndaher früh von 67 die Hsdulss 6g.mors.rii zur Exposition vorgeschricben sind, so er-halt der Lehrer die Weisung, die schönen plirssss aus denselben den Schülern zudictiren, damit sie dieselben sich in loezusnäo und serilwuäo zu nutz machen können.Wir haben erst in neuester Zeit den Werth der Vocabelübungen von neuem darlegengehört; die Frage, ob die Vocabnlarien besser nach Sachen oder nach der Ableitunggeordnet werden, ist noch immer unentschieden, während niemand wohl leugnet, daßdie Vocabeln an Sätzen eingeübt und ihre häufigsten Verbindungen gezeigt werdenmäßen. Unsre Schulordnung enthält das letztere ebenfalls und entscheidet sich für dasetymologische Princip, indem sie sagt:der Präceptor soll in rspetitiouiduo ein Verbumaus dem victioimrio für sich nehmen und seine ganze proZwuism oder propUAg-tionsmund wie eins aus dem andern fließt, auch xlrrs.868 anzeigen". Die Stunden von79 sind den ynL68iüonibn8 xrammstiom, wie sie aus dem kiiilippo gezogen, undden gkleotioridns Oioeroum spmtolm bestimmt. Nach der mnmeg. ist von 122 der1erontin8 angesetzt, welchen die Knaben auswendig lernen und des folgenden Tagsrecitiren sollen. Woher die in jener Zeit herrschende Vorliebe für Terenz stammt, er-kennt man aus dem Passus:weil Isrsutiim gar purs und proprio geschrieben, sollendie pürs.868 mit den Knaben viel und fleißig geübt, auch in gut Deutsch gebracht wer-den, damit das Latein-Reden und Schreiben dadurch gefördert werde". Die sehr wohlberechtigten Bedenken, welche man noch jetzt gegen die Lectüre des Terentius hegt,

*) Man sieht, daß bei den Schreibübungen lehrhafter Inhalt berücksichtigt wird. DasMittagessen fand damals in den Häusern früher, gewöhnlich um 11 Uhr, statt. Es erscheinttrotzdem recht zweckmäßig, daß die Knaben in der ersten Stunde nach demselben mit einer denGeist nicht mehr als den Körper in Anspruch nehmenden Beschäftigung belegt werden. e