Landkarten.
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Atlas der Pflanzengevgraphie (Berlin 1852). Fluß- und Gebirgskarten vonDeutschland von Hm. Berghaus und von Sydow (Gotha, 1 Bl.), besser alsdie Wandkarte von Winkelmann (Eßlingen 1851). Schauenburgs Flußkarten vonEuropa und Deutschland auf Wachspapier (Berlin 1855 mit Erläuterungen), zweiWandkarten, welche zum Einzeichncn mit Kreide, daher als Prüfungsmittel, sehr gutzu verwenden sind.
Unter den ethnographischen Karten sind für Schulen nützlich: Bernhardt,Sprachkarte von Deutschland (Kassel 1849); H. Kiepert, Nationalitätskarte vonDeutschland (Weimar 1848); Czörnigs Sprachenkarte der vsterr. Monarchie und dieReduction derselben (herausgegeben vom k. k. statistischen Bureau in Wien) und diebetreffende Abtheilung aus Berghaus physikalischem Atlas. Einen Jndustrieatlasnach Handelsartikeln hat Stolle in Berlin (1853) begonnen, vr. Aug. Petermannhat in London treffliche und als Muster dienende Karten über die Bevölkerung undIndustrie Großbrittaniens veröffentlicht, I. M. Ziegler eine sehr klare Judustrie-karte der Schweiz. Das Reich des Nützlichen für die Schule und namentlich fürdie Schulbibliothek, wovon hier nur beispielsweise einige Attribute genannt wurden,ist so groß, daß noch gar viele derlei Erzeugnisse in seinen Bereich fallen, die manaber mir berücksichtigen wird, wenn man das Nothwendige schon hat.
An zahlreichen Atlanten und Karten für die Zeit der Griechen und Römerwar schon früher kein Mangel, doch waren die guten und kritischen Arbeiten selten, undder Troß war Fabrikwaare. DÄnville's zwölf Karten zur alten Geschichte (Nürnberg1785, auf Schulkarten reducirt 1798) ragen aus alter Zeit herüber; in neuester Zeithaben sich Menke's Orbis autäguus (Gotha 1851, 3. Ausg. 1860, auch ins Englischeübertragen) in höherem Grade noch Kieperts Atlas der alten Welt (Weimar 1854,10. Ausl, und in sehr eleganter Form Berlin 1859 bei Reimer) verdienten^Ruf er-worben. Des gelehrten Forschers Reich ards Orbis tsrrnrum antiguus (Nürnberg1851—53, Uä. V.) ist nicht für Schulzwecke bearbeitet. Unter den für die mittlere undneuere Weltgeschichte berechneten Atlanten brach sich jener von Kruse (von 1817, letzteAusl. Leipzig 1843) einer der ersten Bahn. Er besteht aus ein und derselben Kartevon Europa nach jedem Jahrhunderte, mit Tabellen begleitet, eine Idee, welchevielleicht mehr Karten erforderlich macht, als eine Behandlung nach andern Haupt-perioden, aber zur Memorirung des chronologischen Fadens eine innigere Relation insich trägt. In der Bibliothek einer Mittelschule sollte dieser Atlas so wenig fehlenals der-große historische Handatlas von C. von Spruner (Gotha 1846 — 53,3 Abtheilungen), aus welchem die geographische Anstalt in Gotha Auszüge für Schulenbearbeiten ließ, als: einen in 22 Bl. für die allgemeine Geschichte, einen in 12Bl. für die Geschichte Deutschlands, einen historisch-geographischen Atlas für Oester-reich. Außer diesen können hier noch genannt werden: Kärchers Atlas (Karlsruhe 1830);Th. König's Geschichtsatlas (Wolfenbüttel 1857, 5. Ausl.); Kntscheits Orbis tsrra-rum (Berlin 1851), dann dessen historischer Atlas (Freiburg 1856), Pützs historisch-geographischer Atlas (Regensburg 1856); R. von Wedell, historisch-geographischerHandatlas in 36 Karten mit Text (Berlin 1849); Freiholds Atlas (Berlin 1850),in dem der Stoff auf 3 Jmp.-Folio-K'arten zusammengedrängt erscheint (nebst Register);Schaarschmidts kleiner Atlas (Meißen 1846, 52) in Oetav, und als SpecialwerkWiltsch's kirchenhistorischer Atlas bis zum 16. Jahrhundert (Gotha 1843).
I". Karten zur Heimatkunde und Vatcrlandskunde.
Die synthetische Methode, welche vom Bekannten zum Unbekannten schreitet,insbesondere Lei der Lehre über Bedeutung, Ausführung und Gebrauch der Karten,geht von der Heimatkunde aus und erhebt sich successive über stets ausgedehntere Erd-räume. Von Sydow hat in seinem jüngst erschienenen I. Bande seines geographischenLeitfadens (Gotha 1862) diesen Weg zum richtigen Landkartenlesen so strenge befolgt,daß seine Art und Weise der Vermittlung der Begriffe zum Muster dienen kann. Am