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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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224 Die Reichstagssession von 1888—89.

Haltung der Sicherheit und Ordnung sei vor allem eine einheimischePolizeimacht von ausreichender Stärke notwendig. In der Debattetrat als Gegner des Gesetzentwurfs zunächst der AbgeordneteBamberger auf, um in entscheidungsschwerer Stunde nochmals,wie so oft, vor der ganzen Kolonialpolitik zu warnen. Er benutztedie Gelegenheit, auf den neulich mit dem Reichskanzler über Süd-westafrika geführten Streit ausführlich zurückzukommen. Er übteeine herbe Kritik an dem Verfahren und Verhalten der Ostafrikani-schen Gesellschaft. Er legte an die ganze Frage nach wie vor alleinden geschäftlichen Maßstab an und weissagte dem Reich unabsehbarefinanzielle Opfer. Ganz anders äußerte sich der AbgeordneteWindthorst. Er kündigte zwar den Antrag an, den Entwurfzur Vorberatung an eine Kommission zu verweisen, wo es dann ander Zeit sei, sich eingehender darüber auszulassen — denn denReden im Plenum lausche Afrika und Europa —; aber er versicherteausdrücklich, die Kommissionsberatung solle keine Verschleppung be-deuten, da Gefahr im Verzüge sei. Er fand es nicht unbedenklich,zwei Millionen ohne jede Spezifikation der Verwendungszwecke,ohne bestimmtere Garantie zu bewilligen, beruhigte sich aber dabei,die Verantwortung aller ferneren Schritte dem Reichskanzler undden Bundesregierungen zuzuschieben. Entschieden betonte er demVorredner gegenüber, daß die Ehre Deutschlands hier im Spielesei; unsere Schiffe seien im Kampf, die in unserem Namen auf-gezogenen Flaggen herabgerissen worden. Er schloß mit dem Ur-teil: „Wenn wir in dieser Angelegenheit nicht in voller Einmütig-keit und geschlossen mit der Regierung zusammen Vorgehen, dannwerden wir weder in Afrika Respekt haben, noch in Europa ihnbehalten." Fürst Bismarck, welcher beide Reden mehrmals durchZwischenrufe des Einspruchs oder der Beistimmung unterbrochenhatte, erhob sich hierauf zu folgender Auseinandersetzung:

Ich bin dem Herrn Vorredner dankbar für seineDarlegungen und sympathisiere namentlich mit denletzten Worten, die er gesprochen hat. Ich behaltemir vor, zur Sache mich weiter auszulassen, wenn ichdie Aeußerungen auch noch anderer Redner werde über-sehen können. Dem Herrn Vorredner will ich nur er-widern, daß er dem Reichskanzler eine sehr schwere und