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Deutsche Zukunstspolitik in Ostafrika.
Er ist aber ein Freund von Unabhängigkeit und Freiheitnur für sich selbst; sonst hat er eine gewisse Neigung,selbst diese harmlose Gesellschaft zu tyrannisieren, alsob sie zu seiner Partei gehörte. (Heiterkeit. Bravo!rechts.)
Nach Schluß der Diskussion ward die Mehrforderung für Süd-westafrika bewilligt.
2. Deutsche Zukunftspstitik in Gstasrilra.
26. Januar 1889.
Der in der Thronrede angekündigte, vom Reichstage am14. Dezember 1888 durch Annahme der von Windthorst vorgeschla-genen Resolution zum voraus willkommen geheißene*) Gesetz-entwurf betreffend die Bekämpfung des Sklaven-handels und den Schutz der deutschen Interessen inOstafrika stand in der 27. Sitzung am 26. Januar 1889 zurersten Beratung auf der Tagesordnung. Die Vorlage forderte fürMaßregeln zu dem genannten doppelten Zweck eine Summevon zwei Millionen Mark zur Verfügung der Neichsregierung. DieAusführung der Maßregeln sollte einem Reichskommissar übertragenwerden, welcher gleichzeitig die Aufsicht über die Deutsch-ostafrika-nische Gesellschaft und deren dortige Angestellte zu übernehmenhätte. Zu diesem Amte war bereits der Afrikareisende HauptmannWißmann auserlesen, welcher neben dem Staatssekretär GrafenHerbert Bismarck als Kommissar des Bundesrats im Reichs-tage die Vertretung der Vorlage übernahm. Die der letzteren bei-gegebenen Motive betonten die Ehrenpflicht des Deutschen Reichs,an der internationalen Vorarbeit für die Zivilisterung Afrikas alsmitbesitzende Macht teilzunehmen, sowie das hohe Interesse des-selben an der Aufrechterhaltung der von der Ostafrikanischen Gesell-schaft vertragsmäßig erworbenen, aber durch den arabischen Auf-stand erschütterten kolonialen Befugnisse. Zur Herstellung und Er-
y Vgl. oben S. 198.