Vorwort Min sechzehnten Kond.
Nicht anders, als mit bitterer Wehmut, wird derdeutsche Leser diesen Band ergreifen oder aus der Handlegen: er enthält die letzten parlamentarischen Reden,die dem Fürsten Bismarck im Reichs- und Staatsamtezu halten beschieden war. Ihren Gipfel bezeichnen dergewaltige Erguß vom 6. Februar 1888 mit dem er-hebenden Schlagwort: „Wir Deutsche fürchten Gott, abersonst nichts in der Welt!" und die tief ergreifende An-sprache zum Gedächtnis Kaiser Wilhelms vom 9. Märzjenes Jahres. Von da an klingt es aus fast allenfolgenden Aeußerungen wie eine Vorahnung des Ab-schieds heraus; doch nur so, wie es dem schaffendenManne geziemt, in Gestalt einer erhöhten Mahnung,zumal an die Freunde, zu handeln, fertig zu bringen,was dem Vaterlande frommt. Blickt man von hier nocheinmal auf den Inhalt dieser Sammlung zurück, aufmehr als vierzig Jahre politischer Beredsamkeit, diedoch an sich nur gleichsam die begleitende Stimme dar-