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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Sklaverei in Westafrika.

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Sodann sprach sich Abgeordneter Richter für Beschränkung,womöglich Verbot der Branntweineinfuhr in den westafrikanischenSchutzgebieten aus und vermißte in den für diese erlassenen Gesetzenund Verordnungen jede Andeutung über das dort, wie es scheine,noch geduldete Institut der Sklaverei. Fürst Bismarck fühlte sichhierdurch zu nachstehender Aeußerung bewogen:

Aus dem zuletzt von dem Herrn Vorredner berührtenThema entnehme ich die Neigung desselben, weit größereAusgaben für die koloniale Politik zu machen, als dasReich bisher von dein Reichstag zu fordern gewagt hat.Er hat eine Frage berührt, die den Engländern seiner-zeit nur in Jamaika 20 Millionen Pfund Sterling, 400Millioneil Mark, gekostet hat, d., h. den Freikauf derSklaven, die Aufhebung der bestehenden Sklaverei, desEigentumsrechts des Menschen am Menschen. Bei demGerechtigkeitssinn, der den Herrn Abgeordneten in allenseinen Aeußernngen auszeichnet, kann ich mir doch nichtdenken, daß er voraussetzt, wir sollen per Mas, undohne die Hand in die Tasche zu stecken, dieses Verhält-nis plötzlich lösen. Damit würden wir alle die Hundertevon Millionen, die noch von und in der Sklaverei lebenund beiderseits an ihr festhalten, weil der Sklave ver-hungert, wenn er aufhört es zu sein, damit würdenwir alle diese Hunderte von Millionen von Hause ausgegen uns in derselben Weise aufbringen, wie das heutemit den arabischen Sklavenhändlern auf der Ostküsteder Fall ist. Wenn das die Absicht des Herrn Abge-ordneten gewesen ist, den Zwider weiter hinein zu werfenin das Land durch die Anregung dieser Frage, durchdie Aufstellung der Möglichkeit, daß durch einen solchenGewaltstreich ein Verhältnis gelöst werden könnte, dasseit Jahrtausenden dort einheimisch ist, ohne irgend eineEntschädigung, ja, dann begreife ich seine Rede. Aber