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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Es muß ein Volkskrieg sein.

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Außerdem aber ist noch ein Vorteil der Annahme diesesGesetzes: gerade die Stärke, die wir erstreben, stimmtuns selbst notwendig friedfertig. Das klingt paradox,es ist aber doch so.

Mit der gewaltigen Maschine, zu der wir das deutscheHeerwesen ausbilden, unternimmt man keinen Angriff.Wenn ich heute hier vor Sie treten wollte und Ihnensagen — wenn die Verhältnisse eben anders lügen, alssie meiner Ueberzeugnng nach liegen —: wir sind er-heblich bedroht von Frankreich und Rußland; es istvoransznsehen, daß wir angegriffen werden; meinerUeberzeugnng nach glaube ich es als Diplomat nachmilitärischen Nachrichten hierüber, es ist nützlicher füruns, daß wir als Defensive den Vorstoß des Angriffesbenutzen, daß wir jetzt gleich schlagen; der Angriffs-krieg ist für uns vorteilhafter zu führen, und ich bittealso den Reichstag um einen Kredit von einer Milliardeoder einer halben Milliarde, um den Krieg gegen unserebeiden Nachbarn heute zu unternehmen, — ja, meineHerren, ich weiß nicht, ob Sie das Vertrauen zu mirhaben würden, mir das zu bewilligen. Ich hoffe nicht.(Heiterkeit.)

Aber wenn Sie es thäten, würde es mir nicht ge-nügen. Wenn wir in Deutschland einen Krieg mit dervollen Wirkung unserer Nationalkraft führen wollen, somuß es ein Krieg sein, mit dem alle, die ihn mitmachen,alle, die ihm Opfer bringen, kurz und gut, mit dem dieganze Nation einverstanden ist; es muß ein Volkskriegsein; es muß ein Krieg sein, der mit dem Enthusiasmusgeführt wird wie der von 1870, wo wir ruchlos ange-griffen wurden. Es ist mir noch erinnerlich der ohren-gellende, freudige Zuruf am Kölner Bahnhofe, und so