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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Die Neichstagssesston von 188788.

darüber einzugehen; sie werden mit der Zeit auch einmalbekannt werden. Es hatte unsere Ablehnung die Folge,daß Rußland sich direkt nach Wien wandte, und daß einAbkommen ich glaube, es war im Januar 1877zwischen Oesterreich und Rußland geschlossen wurde,welches die Eventualitäten einer orientalischen Krise be-traf, und welches Oesterreich für den Fall einer solchendie Besetzung von Bosnien u. s. w. zusicherte. Dannkam der Krieg, und wir waren recht zufrieden, wie dasUnwetter sich weiter südlich verzog, als es ursprünglichNeigung hatte. Das Ende des Krieges wurde hier inBerlin durch den Kongreß definitiv herbeigeführt, nach-dem es vorbereitet war durch den Frieden von SanStefano. Der Friede von San Stefano war meinerUeberzeugung nach nicht viel bedenklicher für die anti-russischen Mächte und nicht sehr viel nützlicher für Ruß-land, als nachher der Kongreßvertrag gewesen ist. DerFriede von San Stefano hat sich ja, kann man sagen,nachher von selber eingefunden, indem das kleine, ichglaube, 800 000 Seelen umfassende, Ostrumelien eigen-mächtig die Wiederherstellung der nicht ganz deralten San Stefano-Grenze auf sich nahm und sich Bul-garien anfügte. Es war also der Schaden, den derKongreß in den Abmachungen von San Stefano ange-richtet hat, nicht so sehr schlimm. Ob diese Abmachungenvon San Stefano gerade ein Meisterwerk der Diplomatiewaren, das lasse ich dahingestellt sein. Wir hatten da-mals sehr wenig Neigung, uns in die orientalischen Sachenzu mischen, ebensowenig wie heute. Ich war schwer krankin Friedrichsruh, als mir von russischer Seite das Ver-langen amtlich mitgeteilt wurde, zur definitiven Beilegungdes Krieges einen Kongreß der Großmächte nach Berlin