Mnchtpolitik und Jnteressenpolitik.
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Politik der andern Länder zu drücken und einzuwirkensucht und die Dinge zu leiten sucht, die periklitiert außer-halb des Gebietes, welches Gott ihr angewiesen hat, dietreibt Machtpolitik und nicht Jnteressenpolitik, die wirt-schaftet auf Prestige hin. Wir werden das nicht thun;wir werden, wenn orientalische Krisen eintreten, bevorwir Stellung dazu nehmen, die Stellung abwarten, welchedie mehr interessierten Mächte dazu nehmen.
Es ist also kein Grund, unsre Situation im Augenblickeso ernst zu betrachten, als ob gerade die gegenwärtigeLage der Anlaß wäre, weshalb wir die gewaltige Ver-mehrung der Streitkräfte, die die Militärvorlage in Vor-schlag bringt, heute versuchen sollten. Ich möchte dieFrage der Wiedereinrichtung der Landwehr zweiten Auf-gebots, kurz, die große Militärvorlage, mit der andern,der Finanzvorlage, ganz loslösen von der Frage, wieunsre augenblickliche Situation ist. Es handelt sich danicht um eine momentan vorübergehende Einrichtung, eshandelt sich um eine dauernde, um ein dauerndes Stärker-werden des Deutschen Reichs.
Daß es sich nicht um eine momentane Einrichtunghandelt, das, glaube ich, wird einleuchtend gefundenwerden, wenn ich Sie bitte, mit mir die Kriegsgefahrendnrchzugehen, welche wir seit 40 Jahren gehabt haben,ohne in eine nervöse Unruhe zu irgend einer Zeit geratenzu sein.
Wir haben im Jahre 1848, wo die Deiche undSchleusen zerbrachen, die bis dahin vielen Gewässernihren ruhigen Lauf gewiesen hatten, gleich zwei kriegs-schwangere Fragen zu verarbeiten gehabt: es mar diepolnische und die schleswig-holsteinsche Frage. Das ersteGeschrei nach den Märztagen war: Krieg gegen Rußland