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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Die Reichstagsssssion von 1887- 88.

festigung der Zustände eingetreten war, daß die russische Presse zugrößerer Enthaltsamkeit in ihren feindseligen Kundgebungen Deutsch-land gegenüber Befehl erhalten hatte, gab dem Reichskanzler diewillkommene Möglichkeit, sein gewaltiges Bild der Weltlage in !

lichteren Farben zu gestalten, als man es nach den Andeutungen ^

der Thronrede hatte erwarten dürfen. Auf die Tagesordnung der I

30. Sitzung am 6. Februar war die erste Beratung des Anleihe- t

gesetzes und die zweite des Entwurfs betreffend die ?

Aenderungen der Wehrpflicht gesetzt worden. Zum ersten iGegenstände ergriff sofort Fürst Bismarck folgendermaßen das Wort: <

Wenn ich heute das Wort ergreife, so ist es nicht, !

um die Vorlage, die der Herr Präsident eben erwähnte, -

Ihrer Annahme zu empfehlen; ich bin nicht in Sorge t

darüber, daß sie angenommen werden wird, und ich f

glaube nicht, daß ich irgend etwas dazu beitragen könnte, i

die Mehrheit, mit der sie angenommen wird, und auf s

die allerdings im Jnlande wie im Auslande ein hoher >

Wert zu legen ist, zu steigern. Die Herren werden in I

allen Fraktionen darüber ihren Sinn festgestellt haben,wie sie stimmen werden, und ich habe das volle Ver- ,

trauen zum deutschen Reichstag, daß er diese Steigerung ;

unserer Wehrkraft zu einer Höhe, auf die wir im Jahre i

1867 bis 1882 allmählich verzichtet haben, daß er dieuns wiedergeben wird, nicht in Ansehung der äugen- i

blicklichen Lage, in der wir uns befinden, nicht in An- s

sehung der Befürchtungen, die heutzutage die Börse und s

die öffentliche Meinung bewegen können, sondern in !

voraussichtsvoller Beurteilung der Gesamtlage Europas. s

Ich werde deshalb, wenn ich das Wort ergreife, mehr s

über die letztere zu reden haben, als über die Vorlage. ^

Ich thue es nicht gern, denn in dieser Sache kann s

ein Wort, welches ungeschickt gesprochen wird, viel ver-derben, und viele Worte können nicht viel nutzen, ledig- '