Parität und Gleichheit.
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machen, aber — ich will keinen harten Ausdruck ge-brauchen, aber er schwebt mir auf der Zunge — es istfür erwachsene Leute nicht angebracht, sich gegenseitigvorzuwerfen, daß sie nach ihrer Ueberzeugung handelten.
Wenn der Herr Abgeordnete nun mit dem ihmeigenen Scharfblick in die Zukunft voraus sieht, daßhieraus neue Verwirrungen und Verwickelungen hervor-gerufen würden, so würde ich das lebhaft bedauern,aber ich würde ebenso lebhaft bemüht sein, sie wiederumbeizulegen, wie ich dies zu thun jetzt bemüht bin.
Der Herr Abgeordnete hat dann die Begriffe „Pa-rität" und „Gleichheit" in einer Weise verwechselt, dieich bloß streifen will, ohne sie weiter zu widerlegen.Parität erstreben wir allerdings, das heißt, daß dieverschiedenen Bekenntnisse in den politischen Rechten,die jemand auszuüben hat, keinen Unterschied machen,aber Gleichheit in der staatsrechtlichen Situation beiderKirchen, — daß die nicht möglich ist zu erstreben, glaubeich vorhin ohne Widerspruch konstatiert zu haben.
Der Herr Abgeordnete hat ferner die Frage auf-geworfen, warum wir Konzessionen in Bezug auf dieOrden machen und auf andere Dinge. Ja, ich möchteihn bitten, sich danach beim Zentrum und den Katholikenzu erkundigen, oder vielleicht wird auch sein politischerFreund, der Abgeordnete Richter, hinreichend informiertsein, um darüber Auskunft zu geben, warum die Ka-tholiken das verlangen. Das ist ihre Sache, ihre Glaubens-sache; sie glauben der Orden zu bedürfen, sie glaubenanderer Konzessionen zu bedürfen — gut, ich habe nichtdanach zu fragen, ob ich ihren Glauben teile oder fürberechtigt halte. Mein Bestreben ist in diesen ganzenVerhandlungen nur das gewesen, die Friedliebenden unter