Bismarcks politische Ehre engagiert.
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ständig herausziehen müssen und nur noch meine Er-fahrungen im auswärtigen Dienste dem Kaiser zur Ver-fügung stellen, das heißt im Reichsdienst. Ich würdedazu genötigt sein, nicht aus Verstimmung, sondern imInteresse meines eigenen politischen Ansehens und meinerpolitischen Ehre. In Deutschland ist es ja möglich, daßdie besten Freunde unter Umständen wegen einer persön-lichen Meinungsverschiedenheit gegeneinander stimmen,außerhalb Deutschlands aber wird mir das niemandglauben, wenn die mir zunächst stehenden Freunde gegendie Vorlage stimmen, die ich mit dem Papste verabredethabe, die ich im Herrenhause vertreten habe, daß dasgegen meine heimliche Billigung geschehen ist. Deshalbsage ich: meine politische Ehre ist dafür engagiert; ichkann an einem Staatswesen nicht länger teilnehmen,welches mich in dieser Richtung kompromittiert, schondeshalb, weil auf dem Vertrauen meiner politischenRechtlichkeit und Zuverlässigkeit ein wesentlicher Teil desEinflusses beruht, den ich in Europa übe. Wir könnenschweren Prüfungen entgegengehen in auswärtigenKämpfen und in inneren Kämpfen gegenüber Umsturz-Parteien verschiedener Kategorien. Mein Bedürfnis istgewesen, ehe wir diesen Prüfungen ausgesetzt werden,alle inneren Streitigkeiten von uns abzuthun, die in derThal entbehrlich für uns sind. (Bravo rechts.) Undfür entbehrlich halte ich den Kirchenstreit, wenn er hier-mit beigelegt werden kann, weshalb ich die Annahme derVorlage empfehle. (Lebhaftes Bravo rechts.)
Nach dem konservativen Grafen v. Schiverin-Putzar, derdas Votum seiner Partei für die Vorlage in Aussicht stellte, aller-dings in der Hoffnung, daß die Staatsregierung sich in Zukunftnicht mehr so schroff ablehnend gegen die Wünsche der Evangelischen