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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Das kirchenpolitische Normaljahr. 99

was wir von dem Status vor 1877 abgebröckelt haben,daß das schon Konzessionen sind. Das sind meines Er-achtens nur Präliminarien zum Friedensabschluß imKampfe, der 1871 begonnen ist, und es ist nicht möglich,in solchen inneren Fragen, wo hundert und vielleichttausend Köpfe, wenn man alle Parlamente zusammenzählt,die in der Gesetzgebung mitzuwirken haben — einenFriedensakt aus einem Guß herzustellen, der in zweiTagen redigiert, unterzeichnet und abgeschlossen wird.Die heutige Vorlage bildet das Ergebnis von dem, wasin Preußen die Regierung nach achtjährigen Erwägungenund Unterhandlungen in der Sache glaubt gewähren zukönnen, ohne ihre Stellung im eigenen Lande zu ge-fährden. Daß das in Form von fünf oder sechs No-vellen geschehen ist, ist nicht unsere Schuld. MeineUeberzeugung ist 1878 dieselbe gewesen wie heut; aberes ist nötig, daß man auch die Ueberzeugung andererdafür gewinnt, und namentlich, daß man die Bereit-willigkeit des anderen Teiles gewinnt — ich will nichtsagen des Gegners, aber des andern Paciszenten. Dashabe ich versucht von dem Augenblick ab, wo ich es fürmöglich hielt. Ich habe den Kampf als solchen mitmehr oder weniger Teilnahme, je nachdem meine An-wesenheit oder der Zustand meiner Gesundheit es er-laubte, geführt bis zum Jahre 1878, wo — ich glaube,es war im Februar — der Thronwechsel auf dem päpst-lichen Stuhl eintrat. Von dem Augenblick an habe ichdie Hoffnung auf Frieden gehabt, und ich habe keineGelegenheit versäumt, den Frieden anzubahnen. DieVerhandlungen, die wir darüber in Kissingen, in Gastein,in Wien geführt haben mit Masella, Jacobini, sind japublioi juris. Es war schwer, zn einem definitiven