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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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98 Die Landtagssession von 1887.

werden, daß man das Gewicht der Gemeinde in ihr ver-mindert und das Gewicht der Geistlichkeit in ihr ver-stärkt (sehr wahr!); auch dadurch nicht, daß innerhalbder Geistlichkeit und innerhalb der kirchlichen Obrigkeitenüberhaupt der Schwerpunkt verschoben wird; ihr kanngeholfen werden durch reichlichere, bessere Dotation (sehrwahr!), durch bessere Ausstattung (Bravo!), aber nichtdurch einen gesetzgeberischen Eingriff in ihre Verfassung.(Sehr wahr!)

Also glaube ich, daß die evangelische Kirche vondiesen Konzessionen und selbst von größeren, wenn wirsie der katholischen Kirche zu machen genötigt wären, inihrer unabhängigen Bedeutung im preußischen Staatnichts zu fürchten hat. Die katholische Kirche ist impreußischen Staat ursprünglich im Gastrecht gewesen,und daraus ist allmählich ein Mitbesitzer des Hausesgeworden, aber der ursprüngliche Besitzer ist immer derpreußische Staat gewesen, und eine solche Gleichstellungführt uns zum Nonsens. Ich sage das nur für die-jenigen meiner Glaubensgenossen, die das Wort Gleich-stellung und Benachteiligung der evangelischen Kirchedurch Bewilligung an die katholische Kirche im Mundeführen.

Es kommt nun noch darauf an, den Freunden derRegierung den Nachweis zu führen, daß mit den Kon-zessionen, die heute die Regierung von Ihnen für diekatholische Kirche erbittet, ein Verlust für den Staat,wie er 1871 vor dem Kampfe dagestanden hat, in keinerWeise verbunden ist.

Wie schon gesagt, die Meinungsverschiedenheit wirddadurch begründet, daß Sie ein anderes Normaljahrannehmen als wir. Sie gehen davon aus, daß alles.