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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Die Landtagssession von 1887.

will, daß ich Furcht vor Majoritäten habe, so habe ichallerdings Furcht, aber der Gegenstand, den sie betrifft,ist doch ein anderer; es ist nicht die Majorität, sonderndie Schädigung des Landes durch eine landesfeindlicheund gewissenlose Majorität. (Bravo! rechts.)

Der Herr Abgeordnete hat ferner eine Spitze gegenmich gewandt, die ich geradezu als eine kümmerlichebezeichnen muß. Er hat als Grund, warum ich nacheiner Majorität strebte, meinen Wunsch, im Amte zuverbleiben, angeführt. Nachdem ich 25 Jahre dies Ver-gnügen genossen habe, glaube ich doch in meinem drei-undsiebzigsten Jahre des Verdachtes überhoben sein zukönnen, daß die Frage irgendwie auf mich einwirkt.Jedermann, der mich kennt, weiß, wie glücklich und wiefroh ich sein würde, wenn ich mit Anstand aus derStellung zurücktreten könnte, in der ich mich augenblicklichbefinde, wenn ich die Bürde des Amtes auf andere über-tragen könnte. Also das berührt mich nicht und ist bloßein Beweis des üblen Willens und der Neigung, mirunwürdige Motive- unterzuschieben, die ja den HerrnAbgeordneten Richter charakterisieren. Es wird das auchniemandem etwas Neues sein. (Heiterkeit rechts.)

Der Herr Abgeordnete hat mir vorgeworfen, ichstrebte danach, eine Majorität zu gewinnen, die das thäte,was ich wünschte. Nun, soll ich etwa nach einer Majori-tät streben, die das Gegenteil will von dem, was ich fürnützlich und zweckmäßig und für notwendig für den Staathalte? Das ist doch natürlich, so lange ich Minister bin,daß ich mich bemühe, die Maßregeln und Einrichtungendurchzusetzen, von denen ich nach meiner Ueberzeugungglaube, daß sie dem Lande nützlich sind, und so langeich eben Minister bin, kann ich nur nach meinen An-