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Die Neichstagsscssion von 1884/88.
einzugehen. Dann ist der Arbeitgeber sowohl, wie nament-lich die Arbeiter zu hören — deren Stimme ist mir beiweitem am wichtigsten —, ob die diesen Zwang wollen,ob ihnen damit gedient ist, und ob etwas mehr erreichtwird als ein neues Agitationsmittel allen denjenigen Ar-beitern gegenüber, die am Sonntag, anstatt bei Musikund schönem Wetter im Freien zu sein, genötigt sind,hinter den dumpfen und feuchten Fabrikmanern zu ar-beiten. Ein beklagenswertes Schicksal! Aber gar keineArbeit zu haben, erschüttert zu sein in der Unterlage derExistenz, dem Hunger möglicherweise gegenübergestellt zuwerden, um ein Sonntagsvergnügen erreichen zu können,— dazu, meine Herren, werden die verbündeten Negie-rungen wenigstens nicht die Hand bieten, ehe sie nichtbesser als jetzt informiert sind — möge die Enquetegründlich sein — und ehe sie nicht namentlich die Stim-mung der Arbeiter in den weitesten Kreisen über diesesGesetz sondiert haben werden. (Lebhaftes Bravo auf beidenSeiten des Hauses.)
Der konservative Abgeordnete v. Kleist-Netzow gab seineBetrübnis darüber kund, das; der Reichskanzler den Antragstellern,zu denen auch er gehöre, Wahlinnnöver und Haschen nach Popularitätvorgeworfen. Er erging sich sodann in durchaus religiös gehaltenerBetrachtung über den Wert der Sonntagsruhe und erblickte auchseinerseits hierin die Ursache des gesegneten Zustandes der Gewcrb-thätigkeit in England und Amerika. Der Bundesrat werde ja frei-lich nicht gleich an die Ausführung gehen, sondern erst Erhebungenim Lande anstellen; allein hierzu sei gerade dieser Entwurf desHauses das beste Hilfsmittel. Fürst Bismarck versetzte:
Der Herr Abgeordnete hat zunächst damit begonnen,zu beteuern, daß seinerseits eine Einwirkung auf Wahlenund ein Haschen nach Popularität mit diesem Anträgenicht verbunden gewesen sei. Ich würde das ohne seine