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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
68
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HZ Die Reichstaffssession von 1884/85.

ins Gewicht fallen, die auf die Unterstützung des Zen-trums, also indirekt auf das Wohlwollen der Kurie, an-gewiesen wäre. Wir können nicht verlangen, daß deroberste Priester der römischen Kirche auf einen evange-lischen deutschen Kaiser mit demselben Wohlwollen blickensolle, als wie auf den erstgeborenen Sohn der Kirchein Frankreich oder auf die um jeden Preis getreuen Polen.

Sie sehen, ich setze, ohne irgend jemand verletzen zuwollen, alle Gründe auseinander, die jemand in meinerStellung in Erwägung nehmen muß (Bravo! rechts),wenn er eine Konzession machen will. Daß Sie dochdarauf verzichteten, dies alles als einen Ausfluß vonWillkür und Rechthaberei anzusehen, wenn wir zu der-gleichen Nein sagen! Das ist eine Frage von sehr ernsterlind großer Tragweite, namentlich aber um deshalb, weildie Freundschaft zwischen Regierung und Zentrum fürKleinigkeiten und Einzelheiten, wie die kleine Münze, umdie es sich hier handelt, nicht zu haben ist. Entwederganz oder gar nicht! und ganz können wir lins ihm nichtallvertrauen.

Nun schien außerdem vorher ein Ausdruck vonMißbilligung vorzukommen, als ich sagte, daß der Schwer-punkt der Zentrumspartei außerhalb Deutschlands gelegensei. Ich bestehe nicht darauf; es ist mein Eindruck.Aber jedenfalls ist die preußische Regierung genötigt, denmoäus vivsncli mit den preußischen llnterthanen am Rhein,in Westfalen lind im Großherzogtum Posen in Rom zusuchen und in Rom darüber zu unterhandeln, wie esmöglich ist, sich mit den katholischen llnterthanen hineinzu-finden in einen uroclus vivsncli, der die Billigung desPapstes hat. Da ist nun ein weites Feld, wo die Frage,ob dieses Gesetz im Reichstage angenommen oder abge-