Neberschiitzung der Wirkungen der Diiite».
des Wahlgesetzes überhaupt, ja, daun wird vielleicht einerder Herren ein Amendement darauf stellen, — ich willüberhaupt keine — aber wenn einer das will: darauf läßtsich handeln, ich gehöre zu dem kompromittierenden Teil deranderen Seite. Es gibt Konzessionen, für die wir dieDiäten unter Umständen geben; ich brauche sie nicht zubezeichnen, ich will mein Pulver nicht vor der Zeit ver-schießen, aber das müssen Sie sich klar machen, daß dieRegierungen in eine Zahlung von Diäten nur willigen,wenn sie mit einer organischen Revision des Wahlgesetzesverbunden ist, und da können wir uns leicht verständigen;(hört! hört! links); wir werden nichts fordern, was inanderen deutschen Staaten nicht längst existierte.
Ich möchte der Ueberschätznng der Wirkungen derDiäten entgegentreten, die mir von verschiedenen Seitenbegegnet ist. Von der konservativen Seite legt man derDiätenlosigkeit eine größere Wirksamkeit bei, als sich bishererfnhrungsmäßig erwiesen hat, und von der andern Seitemuß ich annehmen, daß man diese politische Wirkunghochschätzt, da ich andere Motive für den Wunsch dochnicht annehmen kann. Ich sehe aber nach den bisherigenErgebnissen nicht, daß die Frage, ob Diäten gezahlt werdenoder nicht, in einer Zusammensetzung von Versammlungeneinen erheblichen Unterschied macht. Ich habe in öffent-lichen Blättern gesehen, daß man auf Frankreich provo-zierte, daß dort die Bourbonen durch eine diätenloseKammer gestürzt worden wären. Das ist richtig. In-dessen die Orleans und Napoleon wurden durch eine gutmit Diäteu versehene Kammer gestürzt, — das ist ebendort die Sitte. (Heiterkeit.) In England hat das diüten-lose Parlament bisher noch niemand vom Throne ver-drängt. Aber der Vergleich liegt viel näher. Nehmen