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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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18
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Du' ^eichstngssessw» vv» 1884/8Ü.

wir könnten ihnen eine Provinz einräumen und ihnen inEntreprise geben; ich möchte sehen, wie sie wirtschaften;dann würde die Zahl ihrer Anhänger sich lichten, vielleichtüber den Bedarf hinaus; denn die Sozialdemokratie istso, wie sie ist, doch immer ein erhebliches Zeichen, einMenetekel für die besitzenden Klassen dafür, daß nicht allesso ist, wie es sein sollte, daß die Hand znm Bessern an-gelegt werden kann, und insofern ist ja die Opposition,wie der Herr Borredner sagte, ganz außerordentlich nütz-lich. Wenn es keine Sozialdemokratie gäbe, und wennnicht eine Menge Leute sich vor ihr fürchteten, würdendie mäßigen Fortschritte, die wir überhaupt in der Sozial-reform bisher gemacht haben, auch noch nicht existieren(sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), und insofern istdie Furcht vor der Sozialdemokratie in Bezug auf den-jenigen, der sonst kein Herz für seine armen Mitbürgerhat, ein ganz nützliches Element. (Bravo! bei den Sozial-demokraten.) Ja, sehen Sie, in etwas sind wir doch ein-verstanden. (Heiterkeit.)

Der Grund, warum ich die Diäten bekämpfe, liegtmehr darin, weil sie weit entfernt sind, eine Gleichheitherznstellen, weil sie erst recht eine Ungleichheit unter demSchein der Gleichheit schaffen. Für den Berliner, wiegesagt, sind die Diäten eine reine bare Zulage, ein Taschen-geld, was ihm dafür, daß er sich in seiner äußeren Würdeund Annehmlichkeit seiner Beschäftigung als Reichstags-abgeordneter gehoben fühlt, noch zufließt. Für die übrige»,die nicht in Berlin wohnen, sind es ja zum großen Teildoch nicht die Kosten des Aufenthalts in Berlin, die ihnendas größte Opfer anferlegen, sondern die Abwesenheit ansihrem eigenen Beruf; sie verlieren zu Hause viel mehr,sie haben ihre Wohnung, ihre Familie zu verlassen; ein