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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Die Neichstagssession von 1884/85.

doch bald mit positiven Plänen hervorzutreten und znsagen, wie sich in ihren Köpfen die Zukunft der Welt unddie Verfassung gestaltet. Bisher sind sie damit im Rück-stand geblieben. Was besteht, ist alles schlecht, das unter-liegt ihrer Kritik, wird alles verworfen. Es ist gar-leicht zu sagen: alle menschlichen Einrichtungen sind unvoll-kommen, im höchsten Maße und am allermeisten die staat-lichen Einrichtungen. Ja, weil so viele Leute dabei mit-zuarbeiten haben, so kommen auch die Unvollkommenheitender vielen Urheber dabei mit zur Geltung. Also die Kritikist außerordentlich leicht; aber das Bessermachen! Wennich doch endlich einmal eine Verfassung, eine solche Gesetz-gebung sehen könnte, wie die Herren Führer der Sozial-demokraten sie sich denken. Sie sind jetzt 25; das zweiteDutzend haben sie also; ich will ihnen noch das drittegeben; wenn sie aber 36 sind, erwarte ich mit Sicherheit,daß sie ihren vollen Operationsplan zur Verfassung, wiesie sein soll, entwerfen; sonst glaube ich, sie können nichts.(Heiterkeit.) Bisher liegt uns nichts vor. Stellen SieAnträge, wie die Verfassung sein soll, legen Sie IhrEldorado doch auf den Tisch des Hauses hin, damit jederandere ein Urteil darüber bekommt. Ich bin überzeugt,es wird'vieles darunter sein, von dem ich sagen kann,es steckt Richtiges darin, und worüber ich mit Ihnen ver-handeln kann, aber nicht alles. Namentlich wenn Siegenötigt sind, Ihre Pläne erst vor Ihren Wählern voll-ständig klarzulegen, wird sich deren Urteil klären (sehr-richtig! rechts); dann werden Sie dahinter kommen, daßnicht alle Leute, die sozialdemokratisch gewählt haben,dieserhalb alle Pläne der Führer billigen. Man unter-schreibt manches, was man nicht kennt; ich bin oft in derLage. Die Leute, die jetzt für Sie stimmen, das ist die