Vorwort zum vierzehnten Band.
Grundsätze.; daß mit der Kühnheit auch hier die Besonnen-heit Hand in Hand geht, beweisen die behutsamen undzweifelnden Darlegungen zur Frage der Börsenbesteuerung,des Normalarbeitstages und der Sonntagsruhe. So. un--ermüdlich tapfer und schlagfertig die gewohnten Zwei-kämpfe der Rede mit den hartnäckigsten Gegnern fortge-setzt werden, so schwebt doch über dem Ganzen, wennwir nicht irren, ein ruhigerer Geist der Hoheit und Sicher-heit, als in den Tagen zuvor. Fürst Bismarck vollendetewährend dieser Session sein siebzigstes Jahr; mit den:gesunden Gefühl eines kräftigen Greisenalters verband sichdie erfrischende Wahrnehmung, wie viel einfacher undrichtiger, als die Parteien und Fraktionen, die Masse derNation den Wert ihres Führers zu schätzen wußte, wieviel echte Dankbarkeit zu jeder Zeit, unverkümmert vomZwiste des Tags, in deutschen Herzen lebt.
Der größere Umfang dieses Bandes war durch denZusammenhang der Sache geboten; die beiden folgendenSchlußbände treten dafür in bescheideneren Blaßen auf.
Bonn, i»l Januar 1891.