Der Pessimismus des Herrn v. Bennigsen, ^ > j
würde ich doch darauf nicht eiugeheu können, indem ichmich physisch nicht beherrsche. Aber ich möchte ihn bitte»,sich persönlich und mit den Freunden, die ihm anhängen,doch nicht dieser traurigen pessimistischen Auffassung hin-zugeben, welche ich im Namen der Fraktion, welcher erangehört, zuerst von der Nationalzeitung ankündigen hörte,etwa vom Ende 1877 an, wo alle unsere Zustände ge-flissentlich in den düstersten Farben gemalt wurden, esgehe zurück, die Reaktion sei im Anzuge, die Reaktionjeder Art, die sich schließlich doch nur darauf konzentrierte,daß auch die Schutzzölle zur Reaktion gerechnet wurden,ohne zu bedenken, daß die beiden freiesten Republiken,die wir augenblicklich haben, Amerika und Frankreich,recht tüchtige Schutzzölle uns gegenüber stellen. Alle dieseKlagen über Befürchtung der Reaktion, die düstere Miß-stimmung — ich verweise jeden auf den Stil der Leit-artikel in der Nationalzeitung, mir ist er nicht geläufig,weil er in den Schilderungen der Wolken, welche überuns herabhängen, zu beladen und zu schwer ist. DieNationalzeitnng betrachte ich jetzt nicht mehr als Blattder Fraktion, aber sie war es damals.
Ich möchte den Herrn Vorredner dringendbitten, der mir unter seinen Fraktionsgenossender Mitkämpfer gewesen ist, dem ich wirklichenBeistand verdanke, und dem das Deutsche Reichfür seine Herstellung, für seine Konsolidierungso viel schuldig ist, für seine Politik von langenJahren her, — an ihn persönlich möchte ich dochdie Bitte richten, sich durch Bestrebungen undEinflüsse, die ich für sachliche nicht halten kann,nicht der Reichspolitik, wie sie jetzt getriebenwird, weil ich, so lange ich die Leitung in den