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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
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208
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Dil! Reichstmwsession von 1881,

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habe», die gewerbsmäßig Volksvertreter und deshalb imReden die geübteste» sind, und welche die Stoffe, überdie gesprochen wird, auf Monate und Wochen vorhersorgfältig durchgearbeitet haben, weil sie dieselben auchin der Publizistik vertreten und ihnen Anklang zu ver-schaffen suchen, ihre Zeit erlaubt es ja, sie sind aus-schließlich darauf angewiesen. Und sie stehen dann, sowie es auf die Geschicklichkeit, auf die rhetorische Mensuraukommt, ja, vermöge der größeren Mensurpraxis, diesie haben, außerordentlich im Vordergründe. In denVolksversammlungen kennen wir ja die Typen, die sichbis zu rhetorischen Klopffechtern ausbilden, welche esnatürlich hier nicht gibt (Heiterkeit) aber dort siehtman, wie die jeden Widerstand sofort uiederrenneu undscharf im Zaume halten. Aber ich wiederhole, wie ichdas schon neulich wiederholt habe, daß im Reichstage dieReden zwar zur Orientierung dienen, aber daß sie keineHerrschaft üben dürfen; der Wähler hat ein Recht auseinen unabhängigen, auch von der überlegenen Beredt-samkeit weder beeinflußten noch eingeschüchterten Vertreter.

Ich erwähnte, daß mein System, von dem ich jahier nur die ersten Jalous *1 zu stecken suche, dahin gehenwürde, daß auch die Landtage durch Reichsgesetz genötigtwürden, diesem selben System zu folgen, und dann wirdauch die Priorität des Reichsbudgets zu erreichen sein,das Neichsbndget von 1881/83 wird die Unterlage desLandesbudgets von 1882/84 sein, und so werden sieeins in das andere greifen und sich rechtzeitig ergänzenund korrigieren.

Die finanzielle Schwierigkeit, welche der Herr Vor-

*) Im Militnnvesen so viel wie Msteckpfnhle.