Die lleberbnrdung der Parlamente. IOü
das finden (Bravo! rechts), und wenn nicht bei diesen,dann bei den folgenden *).
Der Herr Vorredner hat ferner gegen den Schluffseiner Rede darüber geklagt, daß die parlamentarischenKörperschaften mit Arbeiten überhastet und mit Gesetzes-vorlagen überschüttet würden, auch mit solchen, die schoneinmal vorgelegt wären. Ja, da komme ich auf daseben erwähnte Argument zurück. Wir wiederholen dieGesetzesvorlagen, in denen die Neberzengung der Regie-rung sich ausdrückt, um den Wählern dadurch zu sagen:Wir haben die Neberzengung, daß unsere Vorlagen richtigwaren, keineswegs deshalb anfgegeben, weil wir an derMajorität von t03 gegen lOl damit gescheitert sind;wir halten vielmehr an unserer Neberzengung fest, wirhaben sie nicht frivol gefaßt, sondern »ach reiflichemNachdenken und halten daran fest, so lange der Einzelnevon uns lebt und strebt. Das haben wir mit der Wieder-holung unserer Vorlage sagen wollen! Auch sie ist eineSprache zu den Wählern, zu der ich uns berechtigt undverpflichtet halte, um dieselben über die Ziele der Re-gierungen anfzuklären. Gerade die Hast und die Ueber-lastung der Geschäfte, über welche der Herr Vorrednerklagt, wollen wir ja dadurch vermindern, daß wir Ihnendie Möglichkeit zu längeren Sitzungen geben, indem Sienicht durch die Notwendigkeit eingeengt sind, in jedemJahre zwei große Körperschaften, groß oder klein, denReichstag und die Landtage, nebeneinander fungieren zulassen, und die Zeit, die eine dieser Versammlungen
*> Bei den Wahlen von 1887 stieg die Zahl der vereinigtenKonservativen auf 120, mährend sich die Dentschfreisinnigen auf01 verminderten.