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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
Seite
194
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Di? Reichst,igsscssw» von IM1.

Publizität und das Tribttnenrecht, das mir meine Stel-lung hier dazu gibt, jeden Tag dazu benutzen, die Nationdarüber aufzukläreu, wo jeder von uns hin will. Ichfürchte nicht, daß ich irgend wie meine Wege,die offen daliegen, daß ich die Beleuchtung mei-ner vergangenen Wege im Dienste des Reicheszn scheuen habe. Ich habe an dem, was wir besitzen,gearbeitet, unter Beihilfe der Fraktionen, bald von dereinen nnterstützt, Kalo von der andern, was sie „unter-stützt" nenne». Sie haben mit mir gemeinsam gearbeitet,d. h. sie haben die Heckenscheere angelegt und das, wasbeantragt war, verkürzt, vielleicht verstümmelt, vielleichtverbessert, vielleicht in eine mehr künstlerische, den all-gemeinen politischen Grundsätzen entsprechendere Formgebracht. Für mich hat der Beistand, den ich von denFraktionen erfahren habe, sehr häufig doch die Natureines Kampfes, einer Verkürzung des Erreichbaren an-genommen, dem gegenüber ich meine besten Kräfte habeaufreiben müssen (Unruhe links), und wenn wir nochnicht weiter gekommen sind, so mache ich den Fraktionenden Vorwurf, auch aus die Gefahr hin, daß von deräußersten Linken noch einmal der Ausdruck des Verdrussesdarüber laut wird, daß ihre Kampfe untereinander haupt-sächlich schuld daran" sind, daß das Reich nicht besservorwärts kommt, daß man zweifelhaft wird an dem, wasman errungen hat, daß eine gewisse Abspannung undVerstimmung eintritt. Das Volk ist es müde, sichmit hoher Politik und mit Fraktionspolitik zubefassen. (Bravo! rechts; Oho! links.) Es will seinepraktischen Interessen wahrgenommen sehen, die Streitig-keiten der Fraktionen halten es davon ab und sind ihmlangweilig; bei dem Ausgange der Wahlen werden Sie