Die Reichstngssession vo>> 1881.
Er ist der Meinung gewesen, ich Hütte — der Negiernngs-kominissär hat schon die Zeitfrage berichtigt, in der derAbgeordnete si^ irrte, aber meine Erhöhung in der Miets-stener nach ihrer ganzen Entstehungsweise war wohl nichtdie Folge dieses Gesetzesentwurfs, ich weiß auch nicht, obich dies gerade gesagt habe*), ich habe in ihr vielmehreine Strafe dafür erkannt, daß ich mich beschwerte. Mirist das bei Staatsbehörden doch eigentlich neu, auch selbstin der absolutischsten Zeit, so zornig — ich habe nochunter ihr gelebt — waren wir damals doch nicht, daßeine schüchterne Beschwerde sofort mit einer Erhöhung von50 Prozent beantwortet wurde. Die Erhöhung hattehier noch eine Eigentümlichkeit. Ich hatte auch in derEinkommenssteuer reklamiert; dadurch, daß der Miets-wert meiner Wohnung nun so von l5 000 auf 2l 000 Markhinaufgeschoben wurde, gelang es gerade auch, meinestädtische Einkommenssteuer um eine oder zwei Stufenhöher zu schrauben — der Betrag ist ja für eine so reicheStadt, wie es Berlin nach seinen gewaltigen Ausgabensein muß, kein bedeutender, und ich habe da auch weiterkeinen üblen Willen empfunden, als nur ein gewissesGefühl des Zorns über unbotmäßige Minister gegen dieregierenden Stadthüupter, die sich sagten: dem wollenwir doch keine Lust zum Wiederkommen machen. Undwenn man hier von diesen Bagatellen redet, so langereden muß zu einem Reichstage, der wirklich mehr zuthnn hätte, als sich damit zu beschäftigen, so möchte ichSie doch immer an meine erste Bitte erinnern, das Ge-fühl jedes einzelnen für Gerechtigkeit nicht zu unter-schätzen, und wenn die Nechtskränknng sich um einen
Vgl. die vorige Rede.