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Die Reichstagssession von 1881.
zessen, die sich gegen die Polizeibeamten richten, eine ge-wisse Schärfe dagegen in Aburteilung von Exzessen, dievon Polizeibeamten begangen werden; die Knochen un-serer Schutzleute sind gewissermaßen wohlfeilerin den Augen unserer Erkenntnisse als die der übrigenLeute. Ich berufe mich einfach ans die Erfahrungen,welche ich in Berlin gemacht habe; ich bin doch auch be-rechtigt, hier meine Ansicht zu sagen und meine Ein-drücke zu nennen. Wenn dieselbe von den anwesendenJuristen nicht geteilt wird, so finde ich das ganz begreif-lich, und es wundert mich das auch gar nicht. Wennich voll eigenen Erfahrungeil gesprochen habe, so bin ichdazu veranlaßt worden durch das Verfahre» von Gerichtenin Verleumdungsprozessen, die voll mir angeregt waren,und die sich in der Hand von Richtern, deren Partei-stellnng scharf ausgesprochen war, zu einem Jnqnisitorinmgegen mich entwickelten, ob man mir nicht irgend eineSchlechtigkeit, die mich in den Augen meiner Mitmenschenherabsetzen würde, Nachweisen könnte. Das ist eines derBeispiele, welche ich in neuerer Zeit erlebt habe. Ichbin auch hier wieder so diskret, keinen Namen zu nennen(Unruhe) —, ich begreife, daß die Sache unwillkommenist, aber Sie werden mich nicht mundtot machen, undwenn ich bis 8 Uhr hier anshalten und Rede stehen sollte.
Die Diskussion wurde endlich geschlossen und der AntragMendel nngenominen.
7>. Dar. Gesetz über die KMeiifruchtführt.
l. März l08l.
Der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Küstenfracht-fahrt, gelangte wiederholt in der 9. Sitzung des Reichstages am