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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
Seite
68
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Die Neichstmissessicm von 1881.

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Aussicht auf Unterstützung, und dieses AmendementLaster kreuzte oft meine Tendenzen empfindlich. Ich mußdarin mit rauher Hand die Illusionen des Herrn Ab-geordneten zerstören. Ich fühle keinen Dank für einemir van ihm zu teil gewordene Unterstützung, ich habeauch meine Ansicht nicht geändert. Ich habe damals keineandere Politik verfolgt, als ich sie jetzt verfolge, nämlichdie Politik der Konsolidierung und Sicherstellung desDeutschen Reiches, wie ich das mit Worten, die ich nichtwiederholen will, neulich ausgesprochen habe. Uebcr dieArt, wie das zu erreichen ist, ist der Herr Abgeordnetehäufig anderer Meinung gewesen. Ich bin dadurch, daßmir bald die eine, bald die andere Partei ans Gründen,die das eigene Gewissen ihnen eingab, den Rücken ge-dreht und mich im Stiche gelassen hat, im schwierigstenMoment genötigt worden, mit anderen Parteien zu gehen,vielleicht mit meinem Willen — aber solange das Ge-bäude nicht fertig mar, hatte ich nicht die Absicht, znrück-zntreten, und ich konnte ohne irgendwelche Zustimmungden Ban des Gebäudes nicht fortsetzen. Wenn ich dabeidie Zustimmung des Herrn Abgeordneten Lasker gehabthabe, so muß ich sagen, er hat sie mir immer sachlichziemlich teuer verkauft. Wenn er sagt, daß es ver-wunderlich wäre, daß ich drei Jahre geschwiegen hätte —ja, das ist doch ein Beweis für meine diplomatischeDiskretion. (Heiterkeit.)

Hätte ich eine besondere Freude an derartigen Dis-kussionen, warum hätte ich nicht gleich bei der erstenbesten Wahlprüfung diesen Fall nennen sollen? Es warmeine Absicht, ganz darüber zu schweigen, und wenn derHerr Abgeordnete nicht dieses Faß gewissermaßen an-gestochen hätte, so wäre es mir gewiß nicht beigekommen,