Die Unterstützung des Herrn LnSker. U7
Gegner des Fürsten gewesen zu der Zeit, nls noch die nun nonihm iUifgsgebene Tendenz in der Politik für ihn maßgebend war',naturgemäß sei er sein Gegner, seitdem er in die entgegengesetzte Rich-tung gegangen sei, Allerdings habe er auch die Unterstützung immermit der vollen Selbständigkeit der eigenen Meinung dem HerrnReichskanzler geliehen. Wenn dies schon ausreiche, ihn als Gegnerdesselben zu bezeichnen, so sei er allerdings sein „Gegner von alterSher". Das Wort nahm der Herr Reichskanzler:
Wenn ich an die ietzte Bemerknng anknüpfen kann,so muß ich allerdings bemerken, daß, wenn der HerrAbgeordnete Lasker recht hat, ich ein undankbares Ge-dächtnis habe — es kann ja sein. Ich habe von An-fang an, von der Verfassungsgrnndlegung an, die Em-pfindung gehabt, daß mir gerade ein so ausgezeichneterRedner wie der Herr Abgeordnete Lasker meine Aufgabenwesentlich erschwert und mich in vielen Richtungen dasZiel nicht früh genug oder unvollkommen hat erreichenlassen. Ich kann meine Bezeichnung von vorhin nichtzurücknehmen. Der Herr Abgeordnete ist vielleicht inseinein Gemüt so organisiert, daß er für Wohlthat halt,was der Empfänger für eilte — ich will nicht sagenKränkung — aber für einen Akt der Gegnerschaft hält.Ich weiß nicht, ob der Herr Vorredner, — ich habe garkeilt Recht zu einer psychologischen Kritik und Analyseseines Charakters -- ob der Herr Vorredner auch dieihm näher stehenden Kreise, die er nach seinerMeinung gewiß unterstützt hat, ... ob sie seilte Thätig-keit immer als Unterstützung empfunden haben; ichweiß es nicht, ich habe seilte Thätigkeit von Anfang anals eine wesentlich gegen mich und meine Plane, nichtim Prinzip, aber thatsächlich immer angebrachtermaßcubei jedem Vorschlag gerichtete empfunden. Ehe nichtein Amendement Lasker angenommen war, hatte ich wenig