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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
Seite
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kann ich hier anstoßen, wenn ich dieses thue, kann ichda anstoßen der einen ablehnenden Beschluß des Reichs-tags nicht abwartet, sondern, wie ich häufig bei Kollegenerlebt habe, aufgeregt nach Hanse kommt und sagt: meinGott, das Gesetz ist verloren, der und der ist dagegen,und nach drei Wochen ist es durchgegangen. Auf solcheKonjektnralpolitik, ans solche Indizienbeweise über das,was im Reichstage etwa beschlossen werden kann, weildie Stellung derer, die am lautesten sprechen, aber nichtimmer das entscheidende Gewicht haben, dagegen ist,darauf kann ich mich nicht einlassen, und ich würde Ihnenwirklich raten, einen solchen ängstlich und besorgt nachjedem Wink hinhörenden Kanzler, wenn es dem HerrnRichter möglich ist, sich einen solchen zu verschaffen, ansdieser Stelle möglichst kurze Zeit zu dulden. Denn wennein leitender Minister und ein solcher ist er im Reichkeine eigene Meinung hat und sie erst von anderen hörenmuß, was er glauben und thun soll, dann brauchen Sieihn gar nicht. Was Herr Richter dabei vorschlägt, istdie Regierung des Landes durch den Reichstag, die Re-gierung des Landes durch sich selbst, wie man das inFrankreich genannt hat, und durch seiue gewählten Ver-treter. Ein Kanzler, ein Minister, der nicht wagt,etwas einzubringen, wovon er nicht sicher weiß,daß er es durchbringt, der ist eben kein Minister,der könnte eben so gut mit dem weißen Zeichen hierunter uns herumgehen lind sich erkundigen, ob Sie er-lauben, daß er dieses oder jenes einbringen will. Dazubin ich nicht gemacht!

Inwieweit ich die Unterordnung unter den Bnndes-rat annehme, das habe ich vorher auseinander zu setzeuversucht, ich habe aber zugleich damit geschlossen, daß