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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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236 Im preußischen Landtage 1875.

horcht. Der Bischof darf das nicht einmal denken.(Heiterkeit.)

Was bei dieser Lage der Sache Herr v. Kleist-Retzow immer von einer „Kirche" ganz einfach spre-chen kann — er hat sich ja viel mit Theologie be-schäftigt, und ich glaube, daß er sich wohl auch ein-mal die Frage vorgelegt hat, ob er für sein Seelen-heil besser sorgt, wenn er katholisch wird; ich habesie mir wenigstens vorgelegt, habe sie aber verneint.(Heiterkeit.)

Aber Herr von Kleist wird doch wenigstens die In-stitutionell der katholischen Kirche einmal geprüft haben;er muß sie also annähernd so gut kennen, wie ich sieschildere, und wenn er diese Institutionen von seinemevangelischen Standpunkte und von dem eines KöniglichPreußischen ehemaligen Oberpräsidenten immer noch alsdie „Kirche" in dem augenblicklichen schweren KampfePreußens vertritt, so glaube ich, sagt er sich, soweit erdas thut, von seiner Treue gegen König und Vaterlandlos, von dem Evangelium, kurz und gut, er steht immerals das bedauerliche Bild des ganzen Unterschiedes da,der ihn von dem evangelischen Standpunkte des Herrnvon Maltzahn trennt, dem ich trotz aller vielleicht gerin-gerer Modifikationen des speziellen Standpunktes, deruns sonst trennen kann, geringere vielleicht als er glaubt,meine herzliche Anerkennung für diese offene Herstellungder ursprünglichsten, tiefsten, mit unsrer Seele und ihren:Heile zusammenhängenden Grundlagen dieses Kampfesnicht versagen kann. Folge ich dem Papste, geht für michdie Seligkeit verloren; der Papst hat sie für mich nicht.Er ist auch nicht in dem Sinne, wie der Graf von Brühlandeutete, der Nachfolger Petri; Petrus war nicht un-