Der Reichtum des Jesuitenordens.
227
Examen durchgeschlüpft wäre, so muß ich doch feststellen,daß hierin der Herr Vorredner mir Unrecht gethan hat;ich habe das nie gesagt und würde es auch nie thun. Injedem Examen — bin ich überzeugt — wird er sehr vielbesser bestehen als ich, namentlich im juristischen, bei seinerVielseitigkeit auch in sehr vielen andern Dingen; etwas an-deres ist es aber, praktische Politik zu treiben und sich miteinigem Erfolge mit der Wohlfahrt des eignen Landeszu beschäftigen; da behaupte ich meinerseits wieder, dasbesser zu verstehen, als der Herr Vorredner (Heiterkeit),und alle Examina, die er machen könnte, würden ihmvielleicht dazu nicht befähigen, wir würden vielmehr jedenStaat bedauern, dem es beschieden wäre, von dem HerrnVorredner regiert zu werden. (Heiterkeit.) Die Herrenaus Hannover haben ja die Erfahrung gemacht, und siewerden mir sagen können, ob sie lieber einen streng ex-aminierten oder einen dem Lande nützlichen Ministerhaben wollen. (Beifall.)
Der Herr Vorredner hat außerdem gesagt, ich hättegestanden, wir würden mit diesem Gesetz wenig erzwin-gen, und hat daraus gefolgert, daß er uicht begreifenkönne, warum wir es deun überhaupt ins Leben führenwollen. Der Herr Vorredner begreift doch so manches,was uns unverständlich ist (Heiterkeit); daß er nicht aufden Gedanken gekommen ist, der uns hierbei leitete, dasbegreife ich nicht: es ist des Staates nicht wür-dig, seine erklärten Feinde gegen sich selbstzu besolden, es ist Anstandspflicht des Staa-tes, diese Gelder einzubehalten, der Staat kannnicht stillschweigend dulden und durch Zahlung bestätigen,daß gegen ihn der Aufruhr von den Seiten gepredigtwird, wo er am meisten im eignen Interesse mit unter-