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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Im preußischen Landtage 1875.

Sie sagen: Ja; das Zeugnis des Papstes sagt: Nein!Was wäre es dann für eine heuchlerische Klage, daß manuns vor Europa anklagt, als ob wir kirchenfeindlich wären,als ob wir die römische Kirche vernichteten? (GroßeUnruhe.)

Sie Müßten mir ja dann ein Denkmal setzen, daßich Ihre Kirche so gefördert habe, wenn das wirklich wahrist. Also entweder die Klage über Verfolgung ist Heuchelei und das werde ich mir für künftige Fälle merkenoder Sie haben Erfolge nicht erreicht. Auf Erfolge kommtes ja aber auch nicht an. Wir streben unsrerseits zu-nächst nicht nach dem Erfolg, sondern nach der Pflicht-erfüllung, in der Ueberzeugung, Gott mehr zu dienen alsden Menschen, jeder in seiner Weise. Sie glauben denWillen Gottes genauer zu kennen; wir glauben ihn ge-nauer zu kennen als der Herr Vorredner. Möchte derHerr Vorredner sich das auch zu Herzen nehmen und sichbemühen, Gott mehr zu dienen als den Menschen odervielmehr als dem einen Menschen, nämlich dem Herrnv. Gerlach. (Große Unruhe.)

Könnte er sich von der Herrschaft dieses Tyrannenbefreien, so würde er auch Gott dienen. Also auf dieErfolge, meine Herren, kommt es zunächst nicht an, son-dern auf die Pflichterfüllung. Auch dieses Gesetz wirdvielleicht keinen praktischen Erfolg haben; der Papst unddie Jesuiten sind viel zu reich, als daß es ihnen aufdiese kleine Summe ankommen könnte. Der Papst istsehr reich, der Jesuitenorden zehnfach reicher, so daß derPapst die italienischen Hilfsmittel des Garantievertragesgar nicht braucht. Außerdem haben sie ja Besteuerungs-modalitäten, die ihnen bisher sehr gute Dienste leisten.Von der Geldentziehung erwarte ich also keinen Erfolg,