204 Die Reichstagssession von 1874—75,.
Unternehmen hingerissen werden. Das liege eben an derunglücklichen Konstellation, und diejenigen mögen es sich zu-schreiben, welche diese Konstellation herbeiführten.Uebrigens denke er, Abgeordneter Windthorst, daß man wohl thunwerde, den Gegenstand jetzt zu verlassen. Fürst Bismarck:
So gern ich mich dem Wunsche fügen möchte, diesenGegenstand zu verlassen, so ist es doch sehr schwierig,das letzte Wort einer, wie ich glaube, ungerechten Kritikmir gegenüber Herrn Windthorst zu lassen, ohne das; ichauch nur eine Silbe der Berichtigung anführen darf. DerHerr Vorredner hat mich beschuldigt, ich hätte in Kis-singen vom Altane eine „Parole" für die offiziöse Presseansgegeben. Wenn der Herr Vorredner abwarten will,bis auch er einige Male angeschossen wird (Heiterkeit),wie das mir passiert ist, so wird er vielleicht in demAugenblicke auch nicht zuerst daran denken, eine Parolefür offiziöse Zeitungen auszugeben, so nahe ihm die Be-schäftigung auch sonst liegen mag. Ich habe damals —die Worte sind oft genug wiederholt worden, um mirim Gedächtnis zu bleiben — ich habe gesagt: die Thatgalt nicht meiner Person, sondern der Sache, die ichvertrete. — War ich dazu etwa nicht berechtigt, wennmir drei Stunden vorher der Thäter dies ausdrücklichselbst sagte? Er sagte, er habe meine Person gar nichtgekannt, auch gar keine Abneigung gehabt, sondern stehenur der Sache gegenüber, die ich vertreten, — derselbeThäter, dessen ganze Papiere in einem aufregenden Ge-dichte aus den Eichsfelder Blättern — ich will den Gegen-stand des Gedichtes nicht nennen — bestanden, das abernur der Sache galt. Durfte ich nicht sagen, was wahr,— dann hätte ich überhaupt geschwiegen. Der HerrVorredner hat eben über die Vorgänge kein Urteil. Er