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Die Reichstagssession von 1874.
sie dadurch scheinbar in Widerspruch geraten mit irgendeinem Wort, das sie an einem andern Orte, zu andrerZeit und unter ganz andern Umständen gesprochen haben.Ich kann mir diese Lage der Dinge nicht gefallen lassen.Ich kann meinen europäischen Ruf nicht opfern. Ichwerde, sobald ich wieder im stände bin, die Feder zu führen,meinen Abschied erbitten. Vielleicht findet sich einandrer, welcher sich in diesem Reichstage eine Mehrheit,eine zuverlässige Mehrheit zu sichern weiß. Ich habe anandern Orten, z. B. auch im Bundesrat, schon Schwierig-keiten genug zu überwinden: spöttelnd sagte man mir,unter Hinweis auf das Verhalten einzelner Liberaler undder Fortschrittspartei im Reichstag: „Das also sind dieMänner, auf die Sie sich stützen!" Einer solchen Lageder Dinge, welche die höchsten Interessen des Reichesschädigt, muß sobald als möglich ein Ende gemacht wer-den ; und es gibt nur zwei Mittel hierzu, entweder meinRücktritt, oder die Auflösung des Reichstages.
Der Reichskanzler ermächtigte die beiden Abgeordneten, vondiesen Aeußerungen Gebrauch zu machen. Die Norddeutsche All-gemeine Zeituntz bemerkte zu den Mitteilungen der SpenerschenZeitung: Wir hören, daß diese Relation über Unterredungen,welche die betreffenden Herren nicht gemeinschaftlich, sondern zu ver-schiedenen Zeiten mit dem Reichskanzler gehabt haben, insoferneinen dem Hergange nicht ganz adäquaten Eindruck macht, als derHauptgedanke, an den der Kanzler seine Betrachtungen knüpfte,nicht wiedergegeben ist, daß nämlich die Stärke und Stellung derFortschrittspartei und des mit ihr gehenden Teils der National-liberalen die Lage unhaltbar machen. Fünfzig bis sechzig reichs-treue, nicht an Zerstörung des Reiches denkende Wahlkreise seiendurch Abgeordnete vertreten, welche gegen die Reichsregierung ope-rierten, und das zu einer Zeit, wo die reichsfeindlichen Parteienso stark seien, daß die Majoritäten an und für sich schwankendwürden. Dieser Fehler in der Situation würde sich voraussichtlich