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Die Reichstagssession von 1874.
zulegen. Es ist ja in der Regel für einen Minister nichtangenehm, einer öffentlichen Verhandlung beizuwohuen,in welcher eine Verwaltung, für die er verantwortlich ist,der Kritik unterzogen wird. In diesem Falle wird dasunbehagliche Gefühl aber ganz außerordentlich durch denerfreulichen Eindruck gemildert, den ich mir fortwährendzu vergegenwärtigen suche, daß diese Verhandlung hierund nicht in Versailles stattfindet, daß diese Beschwerdedes Elsaß hier vor dem deutschen Reichstage und nichtin der französischen Nationalversammlung erörtert wird.(Bravo!) Das tröstet mich über manche verdrießlicheSeiten, die sie hat, ferner auch die Thatsache, daß unsreRegierung stark genug ist, so kräftige, wenigstens in denWorten so kräftige Ausbrüche des Mißfallens ruhig undöffentlich mit anzuhören und für ganz Europa druckenzu lassen — daß sie diese Kritik vertrügt. Denken wiruns die Verhältnisse ins Gegenteil übertragen, daß beieinem andern Ausfälle des Kriegs etwa ein Teil derRheinprovinz, oder, was vielleicht noch wahrscheinlicherwar, ein Teil von Belgien französisch geworden wäre,und die wider ihren Willen annektierten Abgeordnetenwollten in der Pariser Versammlung so sprechen. (Heiter-keit, sehr gut!) Wir brauchen nur die erste beste Sitzungder französischen Versammlung in Versailles in den Zei-tungen beschrieben zu lesen, um sicher zu sein, daß, wennnicht die Majorität, so doch schließlich der Herr PräsidentBuffet mit dem ihm eignen eingreifenden Wesen die Rede-freiheit für die Beschwerdeführer bald illusorisch machenwürde; noch bedenklicher würde aber die Bedeutung derRedefreiheit erst für die Herren Abgeordneten auf denPariser Straßen und in den Gasthöfen zu Tage treten,und es würde des ganzen Aufwandes der französischen