140 Die Lmidtagssession von 1873—74.
nachdem ich mich zu einem sehr bestimmten Dementi ver-standen halte, gesagt, ja, das ändere die Sache, wenn esfrüher so bestimmt gesagt wäre, dann hätte er auch nichtdaran geglaubt. Nun frage ich die ganze Versammlung:hat nicht der Herr Vorredner dennoch in seiner ganzenletzten Aeußerung die Tendenz zu erkennen gegeben, ermöchte den Glauben, den er selbst nicht mehr teilt, beider Welt und bei Ihnen aufrecht erhallen, den Glaubenan die Thatsache, welche er nicht mehr zu glauben er-klärt hat? Das ist eine eigentümliche Fechtweise!
Den Herrn Vorredner zu überzeugen, fällt mir garnicht ein, ich weiß ja, daß das ganz fruchtlos ist. Ichlasse auch ganz unentschieden, ob es mir gelingen wird,die Ueberzeugung, die der Herr Vorredner eigentlich hat,überhaupt richtig zu ermitteln und aufzufinden, — ichgetraue es mir nicht.
Im übrigen möchte ich aber doch den Herrn Vor-redner darauf aufmerksam machen, wenn er so hartnäckigaus ein apokryphischcs Zeugnis, was im Auslande ge-boren ist, und auf solche Aktenstücke, die Gegenstand derUnterredung gewesen sind, sich beruft, aber doch nichtmit Genauigkeit — ich erinnere mich, daß ich vor einpaar Monaten, als ich gerade Muße hatte, Teile ausdem Buche gelesen habe; mir kommt es so vor, daß derHerr Vorredner doch noch genauer mich beschuldigt hat,als selbst das Buch des General Lamanuora. Aber,meine Herren, wenn jemand in der Politik offen vorganz Europa auf der Bühne hat wirken können, wie ich,dann hat er doch wohl das Recht, sich auf Thatsachenzu berufen und dagegen alle apokryphen Wiukelskribenten,mögen sie Titel haben wie sie wollen, als Zeugen zurefüsiereu. Ist denn irgend etwas abgetreten? Existiert