114 Die Landtagssession von 1873—74.
Der Herr Vorredner hat mir, wie auch früher schonin meiner Abwesenheit die Ehre erzeigt, eine vor fünf-undzwanzig oder vierundzwanzig Jahren, ungefähr voreinem Vierteljahrhundert, von mir unter andern Um-ständen gehaltene Rede wiederholt zu citieren. Ich hattenicht die Absicht, in das Materielle dieser Debatte —und ich habe sie noch nicht — einzugreifen, da sie inbesseren und auf diesem Gebiete stärkeren Händen sichbefindet, als in den meinigen, in denen des Herrn Kultus-ministers. Indessen, wenn der Herr Vorredner mir daslange entbehrte Vergnügen gewährt, mit ihm wieder inpersönliche Diskussion zu treten, ein Vergnügen, welchesich seit der eigentümlichen Stellung, die er seit dem Jahre1866 zu unfern Verhältnissen einnahm, nicht gehabt habe,so nötigt mich die so genaue persönliche Adresse, die erseinen Worten gegeben hat, darauf zu antworten undmeine Stellung damals zu ihm und der Fraktion, derich angehörte, und meine heutige Stellung zu dem vor-liegenden Gesetz mit wenigen Worten zu kennzeichnen.
Der Herr Vorredner befand sich damals mit mirin einer Fraktion; ich habe aber außerdem den Vorzuggehabt, vor den großen politischen Bewegungen in nähererBeziehung zu ihm zu stehen, und habe mir dadurch einiger-maßen, wenn auch nicht ohne Mühe, ein Urteil von seinerStellung zu politischen Dingen gebildet. Der Herr Vor-redner hat mich damals oft durch seinen überlegenenGeist und seine Beredsamkeit von der Nichtigkeit seinerAnsichten überzeugt, und es trat dann ein Moment ein,ein kurzer Moment, wo wir gleicher Ansicht waren.(Heiterkeit.)
Wenn der Herr Vorredner das aber gewahr wurde,so habe ich immer den Eindruck gehabt, daß ihm dieses