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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssession von 1873.

Herren, es ist eine subversive Tendenz, die darinliegt, und die ich allerdings von dem Herrn Abgeord-neten, von der Fraktion, der er angehört, von seiner bis-herigen Teilnahme an der Gründung und Befestigungdes Reichs in keiner Weise erwartet habe, und die michallerdings ich kann sagen: verletzt, indem ich michdiesem Ostracismus des Ausgeschlossenseins vom Volke,wie er in den Worten des Herrn Redners angedeutetlag, unmöglich unterwerfen kann.

Meine Herren! Ob der Preßgesetzentwurf, welcherjetzt der Beratung des Bundesrats unterliegt, im Reichs-tage nur auf 12 Stimmen zu rechnen hat, das ist einerlei.Es gibt Situationen, wo es für die Regierung gar nichtdarauf ankommt, einen bestimmten Erfolg zu haben,sondern wo es nur darauf ankommt, vor den Wahleneine Quittung, ein Pronunciamento, eine Erklärungnach allen Seiten zu haben, nach welcher die Wähler sichrichten können. Ich weiß nicht, in wessen Namen derHerr Abgeordnete Duncker vorhin etwas zurückgezogenhat, wenn er perwir" hier sprach, ob er außer sichund seinen nächsten Nachbarn noch sonst jemand gemeinthat. Mir ist es durchaus nicht willkommen, ich sucheeinen Kampf wahrlich nicht, aber neutral bleibe ich nicht,und stillschweigend zuzusehen, wenn es sichum die Interessen des Landes handelt, istnicht meine Aufgabe. Wenn wirklich gegen denEntwurf, wie er hier vorliegt, alle Stimmen bis auf12 oder weniger gestimmt hätten, so würde man die ein-zelnen Paragraphen gestrichen haben. Streichen Sie z B.den § 20 daraus, so werden Sie vielleicht sehen, daß die12 sich sehr mehren. Im übrigen glaube ich, enthält dieSache doch manches Annehmbare, aber die Streichungen