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Die Reichstagssession von t873.
die Sache zu vertagen, von meinem aufrichtigen persön-lichen Wunsche, zu einer Verständigung, zu einem wirk-lichen Preßgesetze zu gelangen, eingegeben ist, indem ichmit Bestimmtheit voraussehe, daß die Beschlüsse desReichstages und des Vundesrats nicht so koinzidierenwerden, daß sich von Hause aus ein Gesetz daraus machenläßt, wenn Sie jetzt allein Vorgehen, ohne daß der Bun-desrat zu einer förmlichen Unterhandlung mit Ihnen imstände ist. Ist das aber nicht der Fall, dann wird dochnoch immer eine Rückverhandlung und Rückantwort vomBundesrat notwendig sein, und diese werden dann meinesErachtens eine sehr viel längere Zeit, wenn Sie über-haupt zu einem Preßgesetz gelangen wollen, in Anspruchnehmen, als die von mir in Aussicht gestellten wenigenWochen. Die einzige Hoffnung auf ein wirkliches Zu-standebringen des von mir gewünschten Gesetzes in dieserSession beruht nach meiner persönlichen Wertschätzung— ich kann mich ja irren, ich kann es ja nicht be-st im nit voraussehen — darauf, daß Sie den Bundesratden Vorsprung, den Sie in der Beratung bereits gewon-nen haben, erst einholen lassen, und daß hier erst einegemeinschaftliche Beratung insoweit stattfindet, daß man,vielleicht in vierzehn Tagen, eine Ueberzeugung darübergewinnt, ob eine Einigung zwischen beiden Körperschaftenmöglich sei — oder sie ist nicht möglich, dann ist es nichtnotwendig, daß wir uns weiter damit quälen, denn da-durch würden die Sorgen einer langen Dauer der Sessionsich nur vermehren.
Die Fortsetzung der Debatte über das Preßgesetz wurdevon der Tagesordnung abgesetzt.