Die Reichstagssession von 1873.
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7. Eine persönliche öenierknng.
27. INai 1873.
Der nationalliberale Abgeordnete Mosle äußerte bei Gelegen-heit der Etatsberatung in der 40. Sitzung am 27. Mai: „DerHerr Reichskanzler hat einmal in einer gemütlichen Laune denAusspruch gethan, er würde im Jahre 1867, als es sich um dieVerfassung handelte, noch mehr nachgegeben haben, als er bereitsnachgegeben hat." Dazu erklärte der Reichskanzler:
Ich will nur eine kurze persönliche Bemerkung ante-zipieren, weil ich befürchte, wenn ich sie in einem späterenStadium mache, nach der jetzigen Lage Ihrer Geschäfts-ordnung wieder die Veranlassung zu geben, daß eineDiskussion, die Sie schon geschlossen haben, neu eröffnetwerden würde.
Der Herr Vorredner hat eine gelegentlich von mirgethane Aeußerung in einer Weise citiert, aus der viel-leicht geschlossen werden könnte, es sei mir die Bundes-verfassung bei ihrer Begründung nicht weit genug in derRichtung der heutigen Fortschrittspartei entwickelt worden.(Heiterkeit.)
Ich möchte doch verhüten, daß diese Meinung sichfestsetzte. Wenn ich eine ähnliche Aeußerung gethan habe— das kann ja in einem Privatgespräche leicht mißver-standen und erweitert werden — so wird sie vermutlichdahin gegangen sein, daß ich, um die Reichsverfassungüberhaupt zustande zu bringen, der Autonomie der ein-zelnen Regierungen, wenn es absolut notwendig gewesenwäre, noch größere Opfer gebracht haben würde, in derHoffnung, daß die Verfassung, nachdem sie einmal zustandegebracht wäre, im Sinne des Reiches von selbst sich weiterentwickeln würde. Aber auf eine Bereitwilligkeit, meiner-