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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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721
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Chorusker -

gründliche Qnellenkenntniß und seinen leichten,klaren Stil. Bolchert.

Cherusker (a. Geogr.), germanischer Volks-stamm, ans der NWSeite des Hercynischen Waldesüber den größeren Theil des heutigen Herzogth.Brannschweig u. der Landdrostei Hannover ver-breitet. Nach Cäsar schied der Wald Bacenis dieCH. von den Sueven. Anfangs waren die CH.Freunde der Römer, von denen Drnsus zuerst9 v. Chr. in ihr Land kam, wurden aber späterihre heftigsten Feinde, n. ihr Heerführer Armin(s. d.) vernichtete im Bunde mit Katten, Marsenu. Bructerern im I. 9 n. Chr. die Legionen desVarns im Teutoburger-Walde. Von da an tratendie CH. an die Spitze der germanischen Völker u.stifteten den Cheruskerbund. Germanicus, ob-schon im 1.15 u. 16 n. Chr. glücklich gegen sie, ver-mochte nicht, sie zu unterjochen. Innere Unruhena. Spaltungen untergruben ihre Macht; zwarblieben sie Sieger gegen Marbod u. die Marko-mannen, aber nach dem Tode ihrers FührersArmin fielen die Longobarden und Katten überdie CH. her, u. sie traten seitdem in den Hinter-grund; seit dem 4. Jahrh. verschwinden sie spur-los in der Geschichte, indem sie sich unter denSachsen verlieren.

Chery, Philippe, franz. Historienmaler, geb.15. Febr. 1759 zu Paris; Schüler Viens, bildeteer sich dann in Rom, ward 1791 erster Malerdes Königs u. Mitglied der Akademie. Er halfdie Bastille erstürmen, ward dabei verwundet,mußte sich trepaniren lassen, erkämpfte sich aber,kaum hergestellt, auf dem Schlachtfelde die Haupt-maunsepauletten n. ward nach seiner Rückkehrverhaftet, weil er sich in der Affaire des Herzogsvon Orleans compromittirt hatte. Nachdem ersein politisches Gemälde: Charondas stirbt, umdem Gesetze Achtung zu verschaffen, vor demJustiz-miiiisterial-Palais ausgestellt, ward er zum Mairevon Charonne u. Belleville, dann zum Chef derCivil- u. Militärgewalt im Seine-Departementeruaimt, nach dem 18. Brumaire aber verbanntu. sein Charondas in Stücke gerissen. 1802 kehrteCH. zurück u. stellte zwei Gemälde aus: Mercurverliebt sich in Herse, u. David, vor Saul dieHarfe spielend; malte 1804 mehrere religiöse Bilder,

^ 1806 viele Porträts berühmter Männer u. 1812

die Geburt u. die Toilette der Venns, sowie dieVerthcilung der Ehrenlegion auf dem Schlachtfelde; von Jena. Nach Napoleons Sturze ward er wiederverhaftet u. malle 1830: Thrasybulos gibt demathen. Volke seine demokratischen Gesetze. Seitdemlebte CH. vom Unterrichtgeben u. st. in tieferArmuth 28. Febr. 1838. Regnet.

Chcsapcakc-Bai, die größte Bai in denj Vereinigten Staaten von NAmerika; schneide!vom Atlantischen Occan her zwischen Cape Charlesu. Cape Henry nach Virginia ein u. erstreckt sichbis nach Maryland, 320 bin lang u. 1060 icmbreit, bildet die Mündung des Susquchanna,außer welchen: noch mehrere andere Flüsse in die-^ selbe münden, darunter die bedeutendsten Potomac,Patuxent u. Patapsco; fahrbar sür die größtenSchiffe, nur in der Nähe von Cape Henry etwasseicht; durch den Chesapeake-Delaware-Kanalmit der Delaware-Bai, durch den Ch.-Albemarle-I Piercrs Unircrsal-Conversakions-L>.''i?on. 0. Aufl. I'

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Kanal (welcher durch den Dismal-Swamp führt)mit dem Albemarlc-Sund verbunden.

Chesapeake City, Poststation im Cecil Countydes nordamerik. Unionsst. Maryland; 3691 Ew.

Chcsclden, William, ausgezeichneter engl.Chirurg, geb. 1688 in Burrow on the Hill(Grafschaft Leicester); studirte Anatomie, Physio-logie u. Chirurgie unter Cowper u. Ferne, lasals 22jährigcr junger Mann über Anatomie,wurde 1711 Mitglied der Königl. Gesellschaft, gabin dieseni Jahre den S/Uabna heraus, dem 1713die Lnabow^ ok büs sinman doclx folgte, die 11Auflagen erlebte. 1722 machte er sich namentlichbekannt durch die Abhandlung über den hohenBeinschnitt, 1728 durch die erste künstliche Pupillen-bildung von einem blind geborenen 14jährigenMenschen, wurde 1729 Mitglied der Königl. Aka-demie der Wissenschaften in Paris u. 1732 daserste auswärtige Mitglied der eben gegründetenKönig!. Akademie der Chirurgie, gab 1733 Ostoo-Araxüx, der Königin Caroline gewidmet, heraus,was Ursache einer böswilligen Kritik, von Halleru. Hister aber trotz mancher Fehler gebührend an-erkannt wurde; er erhielt die Stelle eines erstenChirurgen am St.-Thomas-Hospital, eines Con-sultirenden am St.-Georgs- u. am Westniinster-Krankenhanse, auch die eines Leibarztes der Kö-nigin Caroline und übernahm von 1737 biszu seinem Tode, 10. April 1752, die ruhi-gere Stellung am Chelsea - Hospital. CH. warvielleicht der erste Operateur seiner Zeit, bemüht,die Instrumente u. Handgriffe zu Vereinsachen.Seine Hauptverdienste gelten den Verbesserungendes Steinschnittes n. der Abnahme der Brustdrüse,sowie der Erfindung der künstlichen Pupillenbildung.Mit Pope war er innig befreundet. Thamhayn.

Cheshire, 1) so v. w. Chester. 2) County imnordamerik. Unionsst. New-Hampshire, u. 43° n. B.u. 72° w. L.; viel Manufactur; 27,332 Ew.;Conntysitz: Keene.

Cheshnnt, Geni. in der engl. Grafsch. Hertford;Seminar der Huntingdonianer; 7518 Ew.

Chesney, Francis Rawdon, engl. Generaln. Reisender, geb. 1789 zu Ballyrea in Irland;trat in die Militärakademie zu Woolwich ein, wurde1805 Artillerielientcnant n. 1815 Capitän n. ging1829 nach der Türkei, fand jedoch Len Russisch-Türk. Krieg beendet u. sammelte die Materialienzu seinem Werke: Rnsso-ll'nrlcisii Oompai^ns uk1828 anU 1829, Lond. 1854. Im I. 1830 un-ternahm er von Constantinopel aus eine Reisedurch den Orient zum Zwecke der Einrichtung einerdirecten Verbindung zwischen England und Ostin-dien, entweder auf dem Euphrat, oder durch dasRothe Meer. Er wies zuerst nach, daß die An-sicht eines Niveauunterschiedes zwischen dem Mittel-ländischen u. Rothen Meere irrig sei, u. stellte fest,daß von Suez aus in 21 Tagen Bombay mitDampfkraft erreicht werden könne. Dann begaber sich, nach einer Reise durch Arabien u. Palästina,an den Enphrat, fuhr von Ana im Januar 1831stromabwärts bis znm Persischen Golfe. Nachdemer 1834 zum Oberstlicmenant gestiegen war, un-ternahm er int Aufträge der englischen Regierung1835 eine neue Expedition, welche die beiden Routennach Indien, über den Euphrat und das RotheLand. 40