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Chenille — Ollenoxolllurll.
Krönung auf die Bühne bringen sollte. Sie gefielweder Napoleon wegen vieler liberal gehaltenenStellen, noch dem Publicum wegen der Krönung.Voll Scham hierüber zog er sich von der Politikzurück. Um sich in der öffentlichen Meinung zurehabilitiren, schrieb er Mbvrs, sein bestes Trauer-spiel, u. die Dpitrs a Voltairs, die seine Ab-setzung u. großes Elend für ihn zur Folge hatte.Doch erhielt er später eine Pension n. wurde vonder Akademie beauftragt, ein Dablsan äs ia litts-ratnrs krsuy. ckspuis 1789 zu schreiben. Erst. 10.Jan. 1811. CH. ist derjenige Dichter, in dem dieIdeen der Revolution am vollständigsten verkörpertfind. Er ist daher übertrieben gelobt u. ander-seits ungerecht getadelt worden. Man hat vonihm außer den oben erwähnten Schriften vielepatriotische, zum Theil sehr gute Hymnen (z. B.L 1'Ltrs snprsms); Oden sur Ia mort äs Nira-dean; Übersetzungen: Osäips roi, Osäips s, 6o-! lovns, der Llsotrs des Sophokles; Elegien; Sa-
§ tuen, die seine besten Werke sind, n. s. w. kossiss,
, Par. 1818—22; ffPsatrs äs Ob., 1818: Osnvrss
snoisnnos st postbnmss von Arnault u. Robert,
^ 1824—26 (nicht vollständig). Ausführlich handelt
über CH.: Labitte, kostss moäeruss äs 1a I'ianos> in der Rsvus äos Osnx Uonäss, 15. Jan. 1844.
Volchert.
Chenille (fr., d.i. Raupe), eine einer haarigenRaupe ähnliche Schnur. Die Kette besteht ans3 bis 7 mit leinenen Fäden abwechselnden Seiden-s säden, der Einschlag aus farbiger Seide. Das
§ 6—8 Zoll breite gewebte Band wird in Längen-
s streifen zerschnitten, die leinenen Fäden heraus-
! gezogen u. nun die Kettenfäden, mit denen auch
s wol noch ein Messingdraht eingewirkt ist, mit dem
! ansgefranzten Schüsse zu einer Schnur zusammen-
gedreht. Man verwendet die CH. zu Stickereien,Verzierung des weiblichen Putzes; man klöppeltdavon Figuren in Blonden (Ch-blonden, CH-spitzen) und broschirt davon Blumen in seidenesZeug (Ch-atlas od. brochirter Sammet); auchhat man ganze Tücher (Ch-tücher) davon. DieVerfertigung der CH. geschieht entweder in großerMenge in Chenillemanufacturen, od. von gewöhn-lichen Seidenwirkern oder Posamentirern (CH-machern).
! Chenireu (v. Fr.), einen Stoff cheniren, die! Kettenfäden so ordnen, daß in dem fertigen Stoffe! ein gleichmäßiges feingeflammtes Ansehen entsteht.Jeder Kettfaden wird aus 2 verschiedenfarbigenFäden mit schwacher Drehung gezwirnt, als Ein-schuß aber ein einfacher Faden von einer drittenFarbe angewendct.
lllienopoäisosae, Pflanzensamilie aus der Klaffeder Oar/opkMinas (bei Endlicher zu den Olera-esas gerechnet), jährige oder perennirende Kräuter,me Sträucher, mit faseriger oder rettigförmigerWurzel, beblättertem, zuweilen aber auch geglieder-tem u. blattlosem Stengel, meist abwechselnden,einsachen, öfter gelappten oder unregelmäßig einge-Ichnittenen Blättern, zwitterigen oder durch Fehl-Ichlagen eingeschlechtlichen Blüthen mit 2 kelchartigenVorblättern, 3—öthciliger, nach dem Verblühen oftsich vergrößernder Blüthenhülle, vor den Abschnittenderselben stehenden Staubblättern u. einem Frucht-knoten mit 1 grundständigen, sitzenden oder hängen-
den Eichen, 1 —4 Narben u. meist häutiger, nichtaufspringender Frucht. Lpirolobas, mit spiraliggewundenem Keimling und fehlendem oder sehrkleinem Eiweiß: a) Lnlsoisao, mit Zwitterblüthenu. zuletzt quer geflügelten Blättern der Blüthen-hülle u. ungefiedcrtem Stengel: Lalsola, Halims-onsmis, ^.nabaris; d) Znasäiuao, mitZwitterblüthenu. zuletzt fleischiger Blüthenhülle: Vuasäa, Soiro-bsria; v) Lnsslleas, mit Zwitterblüthen u. zuletztfleischiger Blüthenhülle n. länglichen, ans derJnnen-seite der Griffel befindlichen Narben: IZg-ssIIa. 8.Oz-vlolobas, mit meist ringförmigem, das Eiweiß um-gebendem, seltener zusammengebogenem, neben demEiweiß liegendem Keimling: a) Salissrnieas. mitgegliedertem Stengel, Zwitterblüthen u. aufrechtenSamen: Lalioornia; b) Ottsnopoäsas. mit unge-gliedertem Stengel, flachen Blättern, zwitterigen,selten vielehigen Blüthen: Olisuopoäinm, 8sta,Loeiria, Oampttorosma; o) gpinaoisas, mit meisteingeschlechtlichen, verschieden gestalteten Blüthen,sonst wie vorige: Lpluasia, Obione, ^triplsx. Diezahlreichen Arten der Familie bewohnen theils densalzigen Boden an den Küsten der Meere und denUfern von Binnenseen, so besonders in Rußlandu. im Mittelmeergebiete, theils wachsen sie in derNähe menschlicher Wohnungen auf ammoniakhalti-gem Boden. Letztere wandern auch mit dein Menschenselbst in die tropischen Gebiete, wo die Familieweniger vertreten ist und ihre Stelle vorzugsweisevon den Amarantaceen eingenommen wird. Engter.
Obsnopoäium L. (Gänsefuß, Schmerbel), Pflan-zengattnng aus der Fam. der Lsisnopoäiaoeas-6z-o1olobae-6onopoäisao (V. 2), Kräuter mit ab-wechselnden Blättern und kleinen, in gabelig be-ginnenden Wickeln stehenden, zwitterigen, seltendurch Fehlschlagen weiblichen Blüthen, meist 5thei«liger Blüthenhülle, 5, selten weniger, der Basisder Blüthenhülle eingefügten, freien Staubblättern,2, selten 3—5 Narben und einer in die Blüthen-hülle eingcschloffenen, einsäuligen Frucht. Dieineisten Arten wachsen auf Acker- n. Gartenland,auf Schutthaufen, an Dorfstraßen, auf mehroder weniger salzigem Boden. 8uoliollopo-äinm, mit nicht fleischiger, die Frucht einschließen-der Blüthenhülle u. wagerechten Samen, a) 8c>-trz'oiäs8, mit drüsigen Blättern, mäßig langenNarben, stumpfrandigen, glatten, glänzendenSamen und einem das Eiweiß nicht ganz um-gebenden Keimling: 1) (R. ambrovisiclss L.(mexicanisches Theekraut), hellgrün, zerstreut-kurz-haarig, mit länglichen, beiderseits verschmälerten,entfernt gezähnelten, nnterseits drüsig-punktirtenBlättern, knäuelsörmigen, von den viel längerenTragblättern überragten Blüthenständen; imtropischen Amerika einheimisch, bei uns wegendes angenehm, fast citronenartig riechenden, alsThee benutzbaren Krautes (llsrba 8vtr/os msii-oauas) angebaut. 2) 6si. 8otr/8 71., kurzhaarig,mit länglichen, stumpfen, buchtig-fiderspaltigen Blät-tern, mit drüsig-stumpflichen Abschnitten, lockeren,die Tragblätter fast überragenden Blüthenständen;in SDeiitschland heimisch, in NDeutschlaud wegendes angenehmen Geruches gebaut und häufig verwil-dernd. b) (ibsnopockiastrnm AkpA. Tlrnck., mit drü-senlosen, oft mehlig bestäubten Blättern, kurzen Nar-ben u. einem das Eiweiß als vollständiger Ring