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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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622
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Cerigo

unter dem Herzog Gonsalvo von Cordova; s.Frankreich (Gesch.) n. Neapel (Gesch.).

Cerrgo (bei den Türken Tschecka), eine derJonischen Inseln im Ägäischen Meere, an derSSeite des Peloponnes; mit Cerigotto u. Porijetzt eine Eparchie der griech. Nomarchie Zante;280 sUsüm (5,g HsM); gebirgig mit weidereichenThälern, in denen Landbau, Rindvieh-, Ziegen-u. Schafzucht betrieben wird; die Küsten steil u.für Schisse wegen heftiger Strömungen u. Wind-stöße gefährlich; von dem Fruchtlande ist nicht der4. Theil angebaut; das Klima ist mild u. gesund;Producte: Getreide, Wein, Rosinen, Südfrüchte;Hasen, Kaninchen u. Seethiere; 14,450 Ew.; vonden Bewohnern verschafft sich ein Theil seinenLebensunterhalt außer Landes n. bringt nur einenTheil des Jahres auf der Insel zu; Hauptstadt:Kapsali. C. hieß im Alterthum Kythera; weilhier Venns (s. Aphrodite) ans Land gestiegen seinsollte, war die Insel dieser Göttin heilig, u. vonhier aus verbreitete sich der Cultus der Aphroditeund des Adonis auf das Festland. Früh hattenPhöniker hier eine Colonie angelegt, welche dieMittelstation ihrer Niederlassungen in den westl.u. östl. Meeren bildete; vor 570 v. Chr. gehörteC. den Argivern, später den Spartanern. ImPeloponnesischen Kriege eroberten sie die Athener;dann wurde sie den Römern unterworfen u. beider Theilnng des Reiches zu dem Bhzantin. Reichegeschlagen; nach dessen Untergange kam sie an Ve-nedig; 1715 eroberten sie die Türken, mußten sieaber den Veuetianern 1718 im Passarowitzer Frie-den zurückgeben. Seit 1797 theilt sie die Schick-sale der Ionischen Inseln (s. d.).

Cerrn, 1) (Allanit, Min.k, ein ceriumhaltigesMineral, welches seltener in ausgebildeten Kry-stallen des monoklinen Systems, ähnlich denen desEpidotes u. Orthitcs, häufiger derb u. undeutlichkrystallisirt, gewöhnlich in Begleitung des Ceritsvorkommt; es ist schwarz, Strich gelblich bis grün-lich-grau; Bruch muschelig oder uneben; Härte56; spec. Gew. 8,453,7^; besteht aus kiesel-saurer Thonerde, in Verbindung mit kieselsauremEisenoxydul, Ceroxydul, Lanthanoxyd u. Calcium-oxyd; findet sich in Riddarhytta in Schweden, inNorwegen, Grönland, NAmerika u. bei Schmiede-seld im Thüringer-Walde. 2) (Chem.) C. wurdefrüher der in Alkohol lösliche Theil des Bienen-wachses genannt; derselbe ist freie CerotinsäureHs. d.). C. wird auch ein durch kochenden Alkoholaus der Korksubstauz ausziehbarer Körper genannt,der sich beim Erkalten weiß krstallinisch abscheidet.

Oerintdo L. (Wachsblume), Pflanzengatt, ausder Farn, der ^8psrikoliag-8oria§ineas-0srin-tlroas (V. 1), kahle, blau-grün bereifte Pflanzenmit mittelgroßen, in beblätterten Wickeln stehendenBlüthen, mit walzig-glockiger, bzähniger Blumen-krone ohne Hohlschuppen, mit 5 pfeilförmigen, ander Basis zusammenhängenden Staubbeuteln undmit einer Frucht, bei welcher die 2 Clausen jevesFruchtblattes zu einer ovalen, Lsächerigen Theil-frucht verwachsen sind, welche mit flachem Grundeder unterweibigen Scheibe aussitzt. Arten: 0. mi-nvi mit länglich-spateligen Blättern u. hell-gelber Blumenkroue, deren Zähne linealisch-spitzu. aufrecht zusammenneigend sind, u. mit Staub-

Cerographie.

beuteln, welche 4mal so lang sind, als der Staub-faden; namentlich in SDeutschland auf Äckern u.an Wegrändern verbreitet. 0. major L., weichtvon der vorigen durch die Staubblätter ab, derenStaubfäden und Staubbeutel gleich lang sind; inden Berner-Alpen u. Sibirien heimisch. 6. alpin»Litt, ist durch die kurz-eiförmigen zurückgeschlage-nen Zähne der Blumenkrone von 6. minor ver-schieden; sie findet sich vorzugsweise in STirol,auch in Steiermark u. anderen Theilen der Alpen.

Engter.»

lloriss (fr.), Kirsche.

Cerrt (Cererit, Ccrinstein; Min.), das gewöhn-lichste ceriumhaltige Mineral, in welchem Hisingeru. Berzelins 1804 das Cerium entdeckten; kommtselten krystallisirt in hexagonalen Säulen vor, fastimmer feinkörnig; hellbraun bis kirschroth unddunkelröthlich-grau, fettglänzend u. besitzt weißenStrich; Härte 56; spec. Gew. 4,gg; besteht auskieselsaurem Ceroxydul, Lanthanoryd u. Didym-oxyd mit Wasser; kommt hauptsächlich in Riddar-hytta in Westmanland in Schweden vor. Lehmann.'

Cerithien, fossile Schnecken, namentlich in denGrobkalken des unteren Tertiärs.

veritkium, s. Schnecken.

lleriti (lat.), Wahnsinnige, von der Ceres Be-thörte, denen man Weissagungen zuschrieb.

Cerrum (Cer, eigentl.Cererium;Chem.), ein zurGruppe der Erdmetalle gehörendes chemisches Ele-ment (chem. Zeichen 6o, Atomgewicht 92). Esist von bläulich-weißer Farbe u. auf frischen Flä-chen stark metallglänzend, läuft aber an der Lustrasch an. Es ist weich u. geschmeidig; spec. Gew. 5,g. In der Rothgluth verbrennt es; das Was-ser zersetzt es auch in der Siedehitze nur langsam,in verdünnten Säuren löst es sich leicht auf. Inder Natur findet es sich (neben Lanthan u. Didym)als wesentlicher Bestandtheil in einigen seltenenskandinavischen u. grönländischen Mineralien, na-mentlich im Cent, ferner im Cerin, Orthit, Ga-dolinit n. a., aus denen es auf sehr umständlichemWege dargestellt wird. Es wurde 1803 fastgleichzeitig von Klaproth u. Berzelins entdeckt u.von Letzterem zu Ehren des 1801 anfgefundeiienPlaneten Ceres benannt; aber erst 1843 von Mo-sander rein dargestellt. Mit Sauerstoff liefert es ,zwei Verbindungen: Ceroxydul OsO und Cer-oxydoxydul 602O4; ersteres ist ein weißes Pul-ver, das an der Luft durch Aufnahme von Sauer-stoff sich dunkler färbt, letzteres ist ebenfalls weiß,an der Luft aber unveränderlich u. färbt sich beimErhitzen vorübergehend orangeroth. Me Existenzanderer Verbindungen (Ceroxyd, Cersuperoxyd) istfraglich. Mit Chlor verbindet es sich zu Cer-chlorür (OsOIz), einer weißen, zerfließlichen Salz-masse, mit Schwefel zu Cersulfuret, kleinengelben Krystallblättchen. .Hetzer.

Cernagora, s. v. w. Montenegro.

Cernay, s. Sennheim.

Cerniren (v. Lat.), 1) wahrnehmen, beobach-ten; 3) einschließen, umringen; vgl. Blokiren.

Cerographie (v. Lat. u. Gr.), eine neue ArtStich (LnAravinA), bei dem der Stich vieler Gegen-stände mit einer Schnelligkeit ansgeführt werdenkann, welcher der des Steindruckes sehr nahe kommtu. die Ausgabe für eine zur Presse vorbereitete