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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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334 Der preußische Landtag 1868—70.

nicht den Beruf, lauenburgische Rechte wahrzunehmen,ich habe ihn jetzt, und das ändert meine Stellung zurSache, es ändert meine Pflichten. Die Herren erstrebendie Einverleibung von Lauenburg und wollen eine Pressiondahin ausüben. Ich glaube kaum, daß dies erforderlich ist.

Die Einverleibung wird von selbst kommen, wennman ihr Zeit läßt; sie zu erzwingen durch einen Druck— ja, ich weiß nicht, ob das richtig gehandelt ist diesemLande gegenüber. Der Herr Vorredner knüpft aberdaran einen gewissen Vorwurf, daß bei der Erwerbungvon Lauenburg nicht sofort zur Einverleibung geschrittensei. Meine Herren, erinnern Sie sich der damaligenSituation! Wir waren noch nicht so glücklich, für unsrePolitik die Zustimmung dieses Hauses zu haben, wirkonnten nicht darauf rechnen, daß unsre Anträge hierohne weiteres durchgehen würden; die ganze Politik,welche wir betrieben, wurde auf das schärfste bekämpft.Wir mußten darauf gefaßt sein, daß irgend ein Modusder Erwerbung, zu welchem wir die Zustimmung desHauses bedurften, diese Zustimmung ebensowenig ge-funden haben würde, wie die Geldbedürfnisse, die wirdamals hatten. Gott sei Dank liegt dieser Zeitraumweit hinter uns, und ich bin nur durch den Vorwurf, dersich auf die Vergangenheit bezieht, durch den Appell an dieSituation der Vergangenheit genötigt, unser damaligesVerhalten in Ihren Augen, wenn nicht zu rechtfertigen,so doch zu erklären; denn an sich würde eine willkürlicheSchöpfung eines neuen Kleinstaates eine unerklärlicheund mit unsrer Politik unverträgliche Sache sein.

Ich appelliere wiederholt an den Herrn Vorrednerund seine Gesinnungsgenossen, daß sie diese Frage wirklichals das, als was sie sich charakterisiert, als eine Rechts-