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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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312 ' Der preußische Landtag 186870.

Vorredner ganz recht geben; die Theorie ist aber in derdiplomatischen Thätigkeit und auf dem diplomatischenGebiete noch grauer, als im gewöhnlichen Leben undkommt noch weniger zur Geltung. Praktisch haben wirein dringendes Bedürfnis, diese Gesandtschaften innerhalbder deutschen Bundesgebiete beizubehalten, ein Bedürfnis,welches ich schon im vorigen Jahre von dieser Stelle auszu entwickeln und zu verteidigen mir erlaubt habe. Obin Zukunft die Agenten, die wir an den norddeutschenHöfen haben, und deren wir zu bedürfen glauben, inderselben Gestalt und unter derselben Benennung bei-zubehalten sind oder nicht: das möchte ich bitten, derpraktischen Entwickelung der Zukunft anheimzugeben undnicht heute schon, ehe der ganze Uebergang der Diplo-matie an den Bund geschlossen ist, zu präjudizieren.Lassen Sie uns lieber in diese Verhältnisse einleben,als sie vorher feststellen. Es kann ja sein, daß in Jahrund Tag diese Organe sich als überflüssig für die preu-ßische Politik und für das von ihr mitbedingte Wohl-befinden des preußischen Staates erweisen. Es kann sein,daß die gegenteilige Ueberzeugung, die ich im vorigenJahre ausgesprochen habe und hier wiederhole, sich nochim Laufe der Jahre befestigt. Geben wir der Bundes-institution auch auf diesem Gebiete Zeit, sich praktischauszubilden! Sie können überzeugt sein von der Spar-samkeit, mit der, wie ich glaube, seitdem ich die Ver-waltung des Auswärtigen Ministeriums habe, im ganzengewirtschaftet worden ist, eine Sparsamkeit, die angesichtsdes augenblicklichen, wenn auch nicht bedeutenden Defizitssich jedes Antrages auf Erhöhung einer Position ent-halten hat, daß diese Sparsamkeit die Königliche Staats-regierung ebenso wie das Bundespräsidium bestimmen