294 Weiterer Ausbau der Bundesinstitutionen 1868-69.
nicht" in jeder vorkommenden Sache verschleiern, daßman eben sagt: ich will es angebrachtermaßen nicht; —ich würde es wollen, wenn es anders wäre —, oder daßman einem eine Anweisung gibt, die am Nimmermehrstagfällig wird. Und ich kann mir nicht anders helfen, alsnochmals an Ihren — nicht Patriotismus, sondern anIhr Billigkeitsgefühl zu appellieren, mit der Bitte, sichwenigstens das klar zu machen, daß nicht der preußischenNegierung die Verantwortung für die Situation zufällt,in welcher sie im nächsten Herbste dem preußischen Land-tage gegenüberstehen wird, und mir das Zeugnis zugeben, daß ich ehrlich dafür gekämpft habe, Geld vonIhnen zu erlangen, und mir dieses Zeugnis auch impreußischen Landtage von seiten derer, die dort sitzenwerden, nicht versagen zu wollen. Der Herr Vorrednerhat schon angedeutet, daß der preußische Landtag in diesemJahre ja früher berufen werden könnte, als sonst; ich bindamit sehr einverstanden und ich bin stark in Versuchung,vorzuschlagen, ihn sofort zu berufen. Es ist eine schwereVerantwortung, die wir übernehmen, wenn wir in demZustande, den wir Ihnen nachgewiesen haben, auch nursechs Monate bis zum Ende dieses Jahres verharrenwollten, ohne den Landtag zu rufen. Es wird vielleichtnotwendig werden, auch den Reichstag in diesem Jahrenochmals zu berufen. Ich kann dem allen heute nicht vor-greifen; denn die heute vorliegende Wahrscheinlichkeit,daß Sie alle Bewilligungen ablehnen, auch jedes mög-liche Kompromiß ablehnen, im Prinzip ablehnen, setztmich in eine so unerwartete und eine so wenig voraus-berechnete Lage, daß ich über die Entschließungen, die indieser Richtung von seiten des Präsidiums werden gefaßtwerden, noch nicht unterrichtet bin, nur einstweilen die